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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Sick Of It All avancierten durch den Abbruch des Festivals zum Headliner

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Sick Of It All

Was am ersten Tag Parkway Drive sind, sind am abschließenden Sonntag wohl Sick Of It All. Nicht nur das Gitarrist Pete Koller vor dem Konzert seine Fitness-Späße mit einem WDR-Reporter macht, nein, auch beim anschließenden Gig kommen die Herren nicht mehr aus dem Grinsen heraus. Bei so einem strahlenden und breiten Lächeln, verzeiht man doch Pete glattweg seine beiden gezückten Mittelfinger, die er zu Beginn ins Publikum zeigt.

Mit „Uprising Nation“ steigen die Hardcore-Punks ins Geschehen ein und geben von der ersten Sekunde an Vollgas. Nicht nur das der Song gleich anständig in die Gehörgänge knallt, es macht auch unglaublich Spaß die Herren bei ihrem wilden Treiben zu beobachten. Irgendwie ist man regelrecht froh, dass sie nur zu viert auf der Bühne sind, denn eigentlich hat man ständig das Gefühl, dass sich die New Yorker in jedem Moment über den Haufen rennen könnten. Das Gleiche wird auch dem Publikum abverlangt und so wird schon zu Beginn der erste Circle-Pit zum Aufwärmen gefordert.

Mit „My Life“ steuern Sick Of It All einen Titel bei, der noch von ihrem Debütalbum stammt, aber immer noch prächtig funktioniert und vielleicht schon bei der ersten Ausgabe des With Full Force vorgetragen wurde. Denn immerhin sieht man hier so was wie die Pioniere des Festivals. Ganz frisch ist hingegen „DNC“, welches im vorigen Jahr auf der aktuellen Scheibe „Last Act Of Defiance“ erschien. Damit fliegt auch eine knackige Punknummer über den Acker, die zum Mitstampfen einlädt und ebenso gut den Nacken beansprucht.

Anschließend wird zu einer Wall-Of-Death eingeladen und die Band vorgestellt, bei der sich jeder Musiker einen verdienten Einzelapplaus abholt. Mit „Step Down“ packen die New Yorker noch einen Titel aus, der über einen hochgradigen Mitgrölfaktor verfügt und dementsprechend euphorisch abgefeiert wird. Das war es dann aber auch schon, Lou Koller bedankt sich für die neunundzwanzig Jahre Support der Fans, wünscht noch eine schöne Zeit und kündigt den letzten Titel an. Zu „Good Looking Out“ schnellen noch einmal alle Hände in die Höhe und so erlebt auch dieses schweißtreibende Konzert einen würdigen Abschluss.

Setlist:

Uprising Nation
Clobberin Time
World Full Of Hate
My Life
DNC
Sound The Alarm
Sanctuary
Get Bronx
Busted
Step Down
Good Looking Out

An dieser Stelle waren eigentlich noch die Berichte zu In Flames und Eisbrecher geplant, aber ihnen war der Auftritt ebenso wenig vergönnt wie Rotting Christ und The Ruins Of Beverast. Sehr schade, denn hier waren noch echte Knaller auf der Liste. Aber die Sicherheit geht nun mal vor und da sich das Unwetter bis tief in die Nacht hielt, wäre auch eine Verschiebung nicht in Frage gekommen. So bleibt nur zu hoffen, dass diese Bands vielleicht im nächsten Jahr eine neue Chance erhalten. Trotz des recht abrupten Abbruchs, kann man mal wieder nur von einem gelungenen Festival sprechen. Ab jetzt heißt es die Tage bis zur 23. Ausgabe zählen.

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