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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Stumpen von Knorkator zeigte sich wieder umtriebig

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Knorkator

Die letzten Klänge von Heaven Shall Burn sind längst verklungen, stattdessen startet nun das Feuerwerk und mit ihm ziehen auch die Herren von Knorkator Händchenhaltend im Zelt ein. Dieses ist übrigens nicht nur brechend voll, sondern auch die Plätze bis dreißig Meter außerhalb, sind bis auf den letzten Meter gefüllt. Dafür ist aber der Einzug der meisten Band der Welt doch etwas zu früh, denn als erstes muss Frontmann Stumpen die Zuschauer auffordern, doch bitte lauter als das Feuerwerk zu sein. Klappt auch im zweiten Anlauf ganz gut und endlich folgt dem Geböller von draußen auch ein Geballer auf der Bühne.

Nach einem kurzen Begrüßungsgedicht steigen die Berliner mit „Ding inne Schnauze“ ein und damit sind die Knorkator-Festspiele standesgemäß eröffnet. Hier bleibt kein Stein auf dem anderen und kein Muskel des Körpers ungenutzt. Zum nachfolgenden „Schüchtern“ wird Gitarristin Jen auf die Bühne gebeten und da laut Stumpen nichts besser zueinander passt als Frau und Wasser, darf sich selbige mit einer Flasche Wasser übergießen lassen. Die Strafe hierfür folgt auf dem Fuß und beschert allen Anwesenden eine echte Schrecksekunde. Der wie immer zwingende Aktionismus von Stumpen lässt ihn in den schmalen Spalt zwischen Bühne und Boxen krachen, wo er kurzzeitig verharrt. Doch noch bevor hier jemand zur Hilfe eilt, steht Stumpen wieder auf der Bühne, schüttelt sich und gibt Entwarnung.

Mit „Du bist schuld“ geht es weiter, hier dürfen sich auch die Fotografen mal wieder auf der Bühne tummeln und für alle, die blau sind, gibt es im Anschluss das „Schlumpfenlied“ zu hören. Ein Wort über die herrschende Stimmung zu verlieren, ist zwar so ähnlich wie Perlen vor die Säue streuen, aber man möchte sie trotzdem mit einem kurzen Wort beschreiben: einzigartig! Dies sieht Stumpen wohl ebenso und würde gern jedes Jahr hier spielen, damit ihm ein Umzug nach Roitzschjora erspart bleibt. Doch bevor die Zuschauer den Veranstalter zwingen, Knorkator einen Vertrag auf Lebenszeit auszustellen, stimmt Alf Ator „Eigentum“ an. Dies wird genauso vollkehlig mitgegrölt wie „Der ultimative Mann“ oder eben jedes andere Lied, was hier angestimmt wird.

Zu „Böse“ erscheint Timmy, seines Zeichens Sohn von Alf Ator, auf der Bühne und haut eine Version raus, die wohl seinem Vater voller Stolz erglühen lässt. Stumpen treibt derweil in einem Gummiball über die Zuschauerschaft, ist aber gerade wieder rechtzeitig zum Ende des Songs auf der Bühne, um den lautesten Applaus, den es jemals auf dem With Full Force gegeben hat, einzufordern. Der Lärmpegel steigt ins Unermessliche, so lassen sich auch Knorkator trotz Zeitmangels auf einen letzten Song ein. „Ma Baker“ schließt das Set ab und damit wohl auch einen der besten Gigs, die man bei der 22. Ausgabe des Festivals sehen durfte.

Setlist:

Ding inne Schnauze
Schüchtern
Du bist schuld
Alter Mann
Arschgesicht
Eigentum
Der ultimative Mann
Wir werden alle sterben
Böse
Ma Baker

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