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With Full Force 2014

Sommer, Sonne, harte Klänge

Sepultura-Fans müssen der Hitze Tribut zollen

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Sepultura

Der heutige Tag steht eindeutig unter dem Motto „Old School“. So können auch die Trasher von Sepultura auf keine quietschenden Girlies bauen, die schon vor Beginn völlig am Durchdrehen sind. Stattdessen steht hier eine Fanschar, die die Band schon seit vielen Jahren begleitet und nun abwartend dem Intro zu „The Vatican“ lauscht.

Nach dem kurzen Einspieler mit Kirchenglocken und Chor ist aber Schluss mit Idylle, von nun an prügeln martialische Riffs über den Acker und die Gitarre wird bis aufs Äußerste gequält. Eloy an den Drums dürfte an diesem Tag wohl den extremsten Job haben. Nicht nur, dass die Temperaturen selbst den hitzegeprüften Brasilianern ordentlich zusetzen, nein, er darf auch noch mit einer extremer Schlagfrequenz einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gesamtsound von Sepultura leisten.

Frontwalze Derrick Green meldet sich mit einem kurzen Gruß zu Wort und erklärt der Gemeinde, dass viele Leute nur Scheiße reden. Dem getreuen Fan ist sofort klar, welcher Titel nun folgt und so sprudeln an dieser Stelle die Textzeilen zu „Propaganda“ ganz von allein hinaus. Leider bleibt festzustellen, dass man der Hitze mittlerweile deutlich Tribut zollt. Bei „Manipulation Of Tragedy" setzt sich dieser Trend fort. Selbst die ausgedehnten, enthusiastischen Soli von Andreas Kisser können nicht mehr viel Bewegung ins Publikum bringen.

"Wie geht es Dir, alles gut?" Die freundlich gemeinte Nachfrage von Derrick, erhält somit einen fast besorgten Unterton. Ganz unberechtigt ist die Sorge allerdings nicht, denn das nachfolgende „Arise" knüppelt dermaßen über den Acker, dass man Sepultura am liebsten wegen Körperverletzung verklagen möchte. Einen dermaßen schweißtreibenden Akt hinzulegen, kann man nur als unmenschlich ansehen. Als Entschädigung halten die Brasilianer mit „Ratamahatta" nicht nur einen etwas zurückhaltenden, groovigen Titel bereit, sondern haben mit  Phil Campbell von Motörhead auch noch einen Überraschungsgast auf der Bühne.

Das große Finale bildet „Roots Bloody Roots", welches ausgiebig mitgesungen wird. "Dankeschön für alles" ist der letzte Satz, und den kann man auch getrost an die Band zurückgeben.

Setlist:

The Vatican
Kairos
Propaganda
Impendig Doom
Manipulation Of Tragedy
Convicted In Life
Arise
Refuse/Resist
Ratamahatta
Roots Bloody Roots

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