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With Full Force 2014

Sommer, Sonne, harte Klänge

Rock'n'Roll zur nächtlichen Stunde: Psychopunch

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Psychopunch

Viel schlechter hätte es für Psychopunch eigentlich nicht laufen können. Da reißen die Jungspunde von Eskimo Callboy kurz vorher das Zelt ab und nun sitzen all die Ausgelaugten irgendwo an der Theke, um der Dehydrierung entgegenzuwirken.

Dafür herrscht nun vor der kleinen Bühne tote Hose und dies ändert sich auch beim Beginn mit „On My Own“ nicht. Schade für die gutgelaunten Schweden, die mit ihrem knackigen Punk’n’Roll eigentlich für ordentlich Stimmung sorgen könnten. Glücklicherweise findet sich bei den deutlich geschwundenen Zuschauern ein harter Kern, der nur auf die Band gewartet zu haben scheint und nun textsicher sämtliche Lieder zelebriert. 

Die schnittige Rock’n’Roll-Nummer „The Way She’s Kissing“ macht einfach nur irrsinnig Spaß, und wer nach dem anstrengende Tag noch einen Funken an Kraft verspürt, verfällt unweigerlich den treibenden Rhythmen. Allerdings bleibt es zunehmend nur bei einem liebevoll gemeinten Wippen der Füße, was ebenso verständlich ist, wie es einem für die Musiker etwas leid tut. Auch wenn die Schweden zu Beginn des Konzerts selbst etwas statisch wirken, wünschte man sich für sie doch eine etwas dankbarere Aufgabe.

Doch Totgesagte leben ja bekanntlich länger. Psychopunch ziehen nicht nur weiter durch, sondern laufen sich auch zunehmend warm. „Emelie“ kommt dermaßen locker und flockig um die Ecke, dass man es als den ultimativen Partykracher einstufen möchte. Auch die Rock’n’Roller scheint dies dermaßen mitzunehmen, dass nun auch reichlich Bewegung auf die Bühne kommt. Mit „Back In The Days“ wird ein weiteres Glanzstück in die Zuschauer geschossen. Eigentlich könnte dies nun bis zum Morgengrauen so weitergehen, doch irgendwann ist ein jeder Gig vorbei und hier naht das Ende mit „All Over Now“. Ein letztes Mal wird gegen die Nacht, Müdigkeit und völlige Erschöpfung angespielt, und der letzte Funken an Energie aus dem Publikum herausgequetscht. Das Ganze ist nicht nur einen fetten Applaus wert, sondern nun dürfen sich auch noch einmal alle vor der Bühne zusammenrotten und freudig für das Bandfoto winken.

Setlist:

On My Own
Nothing Ever Dies
Last Night
The Way She’s Kissing
Sitting By The Railrod
Never Let Me Go
Emelie
Back In The Days
All Over Now

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