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With Full Force 2014

Sommer, Sonne, harte Klänge

Eine durchgeplante Show zeigen Rob Zombie

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Rob Zombie

Nachdem das Wikingerflaggschiff Amon Amarth schon heftig den Acker umgepflügt hat, wird es nun Zeit für den Chef der Untoten: Rob Zombie. Allzu oft lässt sich das kreative Multitalent hierzulande gar nicht blicken, umso erfreulicher, dass der Einsatz beim With Full Force ermöglicht wurde.

Dass die Arbeiten als Regisseur der Show deutlich zugute kommen, kristallisiert sich schon beim Opener „Teenage Nosferatu Pussy“ heraus. Hier gibt es ganz großes Kino, welches mit reichlich farbigem, wie auch grellem Licht einhergeht. Rob Zombie zeigt sich nicht nur extrem beweglich und tanzfreudig, sondern vor allem als Meister der Selbstinszenierung. Jeder Schritt und jede Bewegung scheint ausführlich geplant, um die höchstmögliche Wirkung zu erzielen.

Die eh schon gute Stimmung beim ersten Stück, wird mit „Superbeast“ nochmals gesteigert. Rob Zombie agiert unablässig und zeigt sich auch hier als Freund großer Posen, was durchaus auch für den Rest der Crew zählt. Mittlerweile möchte man gar meinen, dass er vollkommen dieser Welt entrückt scheint und nun nur noch in seinem ganz eigenen Universum unterwegs ist.

„More Human Than Human“ geht ein großartiges Drumsolo von Ginger Fish voraus, der Meister der Horrorshow hingegen ist sich nicht zu schade, den Gang zum Publikum zu wagen und dort kräftig Hände zu schütteln. Zu „House Of 1000 Corpses“ muss das ursprüngliche Nosferatu-Mikro einem sechsarmigen Gerippe-Mikro weichen, was unweigerlich weiter zur Gesamtwirkung beiträgt. Zudem kommen hier noch ungewohnt bluesige Klänge mit zum Vorschein, die dem eh schon variantenreichen Rock gut zu Gesicht stehen. Und obwohl man meinen möchte, dass der angebotene Crossover schon fast zu dezent für das hiesige Publikum ist, wird trotzdem zu „Never Gonna Stop“ kräftig das Haar geschüttelt.

Die Verbeugung vor Altmeister Alice Cooper wird mit einem Solo von Gitarrist John 5 angekündigt, welches in der Höhe der Töne bald die Ohren platzen lässt. „School’s Out“ ist zugleich der letzte Song des regulären Konzerts. Doch auch Rob Zombie lässt sich nicht lumpen und gibt mit „Dragula“ eine Zugabe. Umhüllt von einer eigentlich unpassenden Deutschlandfahne und bis zum letzten Ton vom Publikum angefeuert, endet dies grandiose, wenn auch etwas kurze Spektakel.

Setlist:

Teenage Nosferatu Pussy
Superbeast
Living Dead Girl
Dead City Radio And The New Gods Of Supertown
More Human Than Human
Sick Bubble-Gum
Never Gonna Stop
House Of 1000 Corpses
Am I Evil
Meet The Creeper
School’s Out
Dragula

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