Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

With Full Force 2014

Sommer, Sonne, harte Klänge

Massendefekt spielen gegen die Hitze an

Zum Thema

 

Massendefekt

„Der Hoffnung entgegen“ stürmen des späten Nachmittags Massendefekt. Der erste Song lässt zugleich auch jegliche Hoffnung schwinden, dass diese Performance Zeit zum Ausruhen lässt oder gar zur Trocknung der Schweißrinnsale auf dem Körper geeignet ist. Und weil eh schon wenig Spielzeit zur Verfügung steht, geben die Meerbuscher gleich noch etwas mehr Gas. So gleicht „Singend durch die Hölle“ fast schon einer Beschreibung des Zustandes im Zelt, immerhin ist kaum vorstellbar, dass es in der Hölle auch nur ein Grad wärmer sein könnte.

Die Vorstellung der Band fällt kurz und knapp aus, dafür wird die Band selbst, deren Titel jetzt zum Besten gegeben wird, etwas länger gewürdigt. Das Planlos-Cover „Totgesagte leben länger“ tut sein Übriges, um den gnadenlosen Trip weiter auszubauen. Massendefekt treiben mit ihren griffigen Rocksongs, die oft mit einer Punkrock-Attitüde oder auch schon mal mit Popeinflüssen einhergehen, weiter vorwärts. Die Hooklines sitzen dermaßen gut, dass man zu „Überlebt“ eigentlich gar nicht mehr die Fans um Mithilfe bitten braucht, aber tatsächlich wird die Singbereitschaft noch etwas nach oben getrieben.

Die ersten Töne des nächsten Titels werden angespielt und schon ertönt ein gemeinschaftlicher Schrei, der sich wie ein Messer durchs Publikum schneidet. „Wellenreiter“ steht an, und hier können Massendefekt mal eine ruhige Kugel schieben und dem Chor vor der Bühne komplett den Raum überlassen.

Bei derlei guter Stimmung ist es auch für Massendefekt Zeit einen Circle-Pit herauszufordern. Mit „Wer sitzt fliegt raus“ ist zudem auch noch der passende Song gefunden. Gesessen wird eh nur außerhalb und dies meist auch nur, um dem ersten Vollrausch des Tages zu entkommen. Doch auch dieses Konzert muss einmal zu Ende gehen und mit dem Versprechen, sich bald wieder zu sehen, wird „Ein Gruß gen Himmel“ angestimmt. Hier gibt es nicht nur den obligatorischen Geschlechterkampf beim Gesang, es wird auch noch auf Betrunkene, auf die, die noch betrunken werden wollen, und auf die, die mit Fahrrad gekommen sind ausgedehnt. Wobei Letztere eindeutig am schlechtesten wegkommen. Ein letztes „Prost“ ertönt und gibt den Startschuss für den Run auf die Getränkestände.

Setlist:

Der Hoffnung entgegen
Singend durch die Hölle
Totgesagte leben länger
Stadt der Engel
Überlebt
Wellenreiter
Der Weg
Wer sitzt fliegt raus
Ein Gruß gen Himmel

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen