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With Full Force 2014

Sommer, Sonne, harte Klänge

Gut gelaunt zeigen sich Volbeat

Zum Thema

Volbeat

Das nennt man mal einen unkomplizierten Headliner: anstatt sich lange bitten zu lassen, beginnen Volbeat ihren Gig schon zehn Minuten vor der offiziellen Zeit. Glücklicherweise ist das Intro lang genug, damit auch die Security noch ihre Reihen ordnen kann.

„Doc Holliday“ bildet den Auftakt für eineinhalb Stunden Rock’n’Roll der Extraklasse, der durch immense Spielfreude und gute Laune der Musiker nochmals gepusht wird. Der seit 2013 zur Band gehörende Rob Caggiano spielt hier nicht nur äußerst geschmeidig sein Instrument, sondern sorgt zusätzlich noch für größtes Entzücken in den vorderen Reihen. Ständig am Grinsen, Posieren oder Herzchen in die Menge werfend, fällt es durchaus schwer, sich seinem Charme zu entziehen. Kollege Anders Kjølholm kommt nicht nur ebenso gut gelaunt daher, sondern scheint auch noch irgendwo ein Depot an Plektren deponiert zu haben, was es über den gesamten Abend zu verteilen gilt. Und dann wäre noch der nimmermüde Michael Schøn Poulsen, der unentwegt das Publikum anheizt. Sei es mit der Erinnerung an den Viertelfinalsieg oder seine Spielchen, um auch auf der Leinwand eine gute Figur zu machen.

Noch überzeugender ist allerdings sein Gesang, so wird nicht wenigen besonders der kleine Abstecher zu Jonny Cash und seinem legendären „Ring Of Fire“ noch lange in Erinnerungen bleiben. Das nachfolgende „Lola Montez“ schließt hingegen mit einer Elvis-Imitation, die ebenfalls überzeugen kann.

Volbeat ziehen quer durch ihre bisherige Musikgeschichte, wobei der Anteil der letzten beiden Alben durchaus markant erscheint. Zu eben diesen Titeln gehört auch das groovige „Dead But Rising“, was nicht nur für ordentlich Bewegung im Publikum sorgt, sondern ebenfalls einen nicht unbeachtlichen Teil an Showelementen bereithält. Feuerwerk und reichlich Flammwerfer auf und neben der Bühne lassen auch die optischen Reize nicht außer Acht. Davon dürften die Dänen zu Beginn der Karriere, an den nun Michael erinnert, wohl nur geträumt haben. Deshalb gilt auch der besondere Dank des Fronters den Fans, die sie seit den Auftritten vor zwanzig Besuchern bis heute begleitet haben.

„Cape Of Our Hero“ lässt den Metalanteil etwas nach oben schnellen und mit „Still Counting“ ist nach einer guten Stunde Spielzeit vorerst Schluss. Die Zugabe folgt aber auf dem Fuß. „Noise-Machine“ Rob Caggiano wird zu „Guitar Gangsters & Cadillac Bloo“ noch mal alles abverlangt und tatsächlich könnte man meinen, dass sich nun die ersten Schweißperlen bei dem umtriebigen Gitarristen abzeichnen. Damit dürfte das endgültige Ende mit „The Mirror An The Ripper“ auch zur richtigen Zeit für ihn kommen.

Egal ob man Volbeat eine routinemäßige Abgeklärtheit unterstellen könnte, unterm Strich passt hier vom Sound, über die musikalische Qualität bis zur einer sehr gut angelegten Show alles. Da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Dänen nicht das letzte Mal ein Stelldichein beim With Full Force haben.

Setlist:

Doc Holliday
Hallelujah Goat
Boa
Lola Montez
Sad Man’s Tongue
Heaven Nor Hell
A Warrior’s Call
16 Dollars
Dead But Rising
Fallen
Medley: A Broken Man And The Dawn, Mary Ann’s Place, Rebel Monster
Radio Girl
Cape Of Our Hero
Maybellene
Still Counting
--------------------
Pool Of Booze, Booze, Booza
The Hangman’s Body Count
Guitar Gangsters & Cadillac Blood
The Mirror And The Ripper

 

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