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With Full Force 2013

20 Jahre Hardcore-Familie

Zünftigen Folk-Metal gibt es von Korpiklaani

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Korpiklaani

Hat die Heimreisewelle eingesetzt? Sind alle noch von Knoraktor geschafft? Oder stehen am Bierwagen zu viele Menschen? Diese Fragen stellt man sich, als man den Platz vor der Hauptbühne sieht, auf der nun Korpiklaani auflaufen sollen. Der ist nämlich durchaus recht leer und füllt sich auch trotz längerer Wartepause nicht weiter.

Die Finnen interessiert dies aber nicht im Geringsten und durchaus recht enthusiastisch gehen sie zu Werk. Frontmann Jonne freut sich immer wieder, einige bekannte Gesichter im Publikum zu sehen und grüßt regelmäßig hinab. Diejenigen, die häufiger zu Konzerten der Finnen gehen, scheinen auch klar im Vorteil, wenn es um das Mitsingen geht. Für die meisten anderen bleiben die Texte ein Buch mit sieben Siegeln. Doch bei Korpiklaani zeigt sich deutlich, dass Musik nicht nur Grenzen, sondern auch Sprachbarrieren überschreitet. Sie reißen ihren Folk-Metal ab und die Menge freut sich einfach nur, mit ihnen abzugehen. Zartes Geigenspiel trifft hier auf harte Riffs und das Akkordeon scheint es mit dem Schlagzeug aufnehmen zu wollen.

Der erste Zauber verliert sich allerdings zunehmend. Wer die Finnen vor einigen Jahren erlebt hat, wird nun doch erstaunt, denn etwas an der alten Wildheit scheint in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben zu sein. Teils mag es an den Songs liegen, die nicht immer über das nötige Feuer verfügen und eher an eine weichgespülte Variante von In Extremo-Klassikern erinnern. Zum anderen stört man sich spätestens nach dem vierten Lied daran, dass Jonne immer noch gestenreich ins Publikum grüßt. Mittlerweile sollte er jedem Anwesenden einen Gruß gesendet haben und so empfindet man sein Treiben mehr und mehr als Selbstdarstellung, die dem Gesamtgefüge der Band nicht besonders gut tut.

Mit „Vaarinpolkka“ kommt man aber wieder ordentlich in Tritt. „Vodka“ scheint der beste Beweis, dass die als trinkfest bekannten Finnen bei Hochprozentigen zu Hochform auflaufen. Auf der Bühne entwickelt sich wieder das bekannt bunte Treiben und auch im Publikum wird kräftig das Tanzbein geschwungen. Jonne jongliert derweil ein Bier auf seinem Kopf, was sich zwar alsbald auf der Bühne wiederfindet, doch immerhin eine gute Einleitung für den letzten Song bildet. Zu „Beer, Beer“ wird kräftig abgefeiert und dies lässt auch über einige maue Minuten hinweg sehen.

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