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With Full Force 2013

20 Jahre Hardcore-Familie

Betontod trotzen dem Stromausfall

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Sonntag, 30. Juni

Betontod

Seit gut 20 Jahren ziehen Betontod durch die Clubs des Landes, doch scheinbar braucht es erst den ersten Top Ten-Einstieg, um sie zum With Full Force einzuladen. Dafür geht es aber für die Punkrocker gleich auf die Hauptbühne, wenn auch zur nachmittäglichen Stunde.
Die Zuschauer haben noch immer nicht ihre Feierlaune wieder gefunden und so ist auch der Andrang vor der Bühne noch recht überschaubar. Was aber nicht im Geringsten stört, die Band legt volle Kanne los und schon beim ersten Song „Keine Popsongs“ zeigt sich das Publikum als ungemein textsicher.

Der Start ist also gelungen, der zweite Titel erklingt, doch noch bevor sich jeder im Klaren ist, was gerade gespielt wird, herrscht auch schon wieder Ruhe. Der Stromausfall verursacht allerdings mehr Gelächter als Entsetzen, denn das Publikum springt kurzerhand ein und singt voller Inbrunst „Wir müssen aufhören weniger zu trinken…“. Wenn eine Band selbst bei einem Stromausfall dermaßen abgefeiert wird, kann eigentlich für den Rest des Sets nichts mehr schief gehen.

„Schwarzes Blut“ ist der Wiedereinstieg und von da an geht es auch ohne Komplikationen weiter. Frontmann Meister bedauert, dass er nur Wasser in der Hand hat, was so überhaupt nicht zu „Hömmasammawommanomma“ passen will, der Partylaune aber dennoch nicht abträglich ist. Der ausgesetzte „Virus“ strömt über den Platz und erfasst jeden, der nicht Augen und Ohren verschlossen hält. Zu „Kinder des Zorns“ werden die Fäuste in die Höhe geworfen und anschließend wird noch einmal gemeinschaftlich ein „Fuck Nazis“ skandiert, welches auch das einzige auf dem Fest gewesen sein sollte.

Der Frontmann von Betontod setzt sich nun über das Bierverbot hinweg, schließlich möchte man die  Ode an den Alkohol auch standesgemäß einläuten. Was beim Stromausfall schon so gut funktionierte, wird nochmals getoppt und auch der Jägermeisterturm wird ermutigt, mit einzustimmen. Mitten in die Feierlaune platzt die Ankündigung des letzten Songs, doch Betontod wird ein Nachschlag gewährt. Jetzt heißt es „nicht schnacken, sondern Kopf in den Nacken“. „Viva Punk“ lässt die Meute nochmals toben und mit „Du warst bei mir“ gibt es auch noch einen neuen Titel zu hören, bei dem sich die Rifffraktion ordentlich austoben kann.

Setlist:

Keine Popsongs
Schwarzes Blut
Es ist in dir
Hömmasammawommanomma
Virus
Kinder des Zorns
Glück auf
Wind
Viva Punk
Du warst bei mir

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann