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With Full Force 2013

20 Jahre Hardcore-Familie

Für Hämatom erwies sich die frühe Stunde als ungünstig

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Sonnabend, 29. Juni

Hämatom

„Same procedure as every year“ – in diesem Sinne stellt sich der Sonnabend dar. Es ist wieder kühl, windig und nass. So kommen unweigerlich Erinnerungen an die letzten Jahre auf, die zusätzliche Schauer über den Rücken jagen.

Nachdem A.O.K. mit ihrem Nothing-Core und dem ausgiebigen Klamauk von der Bühne gezogen sind, scheint sich die Laune der meisten Zuschauer etwas zu heben. Im völligen Kontrastprogramm zu ihren Vorgängern stehen jetzt alle vier Himmelsrichtungen auf der Bühne, um sich zu Hämatom zu vereinigen. Auch wenn dies Wort am Vortag zum Unwort erklärt wurde, lassen sich viele doch nicht verschrecken und der Platz vor der Hauptbühne füllt sich trotz früher Stunde schon recht gut.

Für die Franken scheint es noch etwas zu früh zu sein und die ersten beiden Songs dienen scheinbar mehr der Eingewöhnung. Sicher muss man auch zugeben, dass ihr leicht düster angehauchter Stil um die Mittagszeit etwas gewöhnungsbedürftig ist und wahrscheinlich im Zelt besser aufgehoben wäre. Hämatom steigern sich aber zunehmend und können die Zuschauer immer weiter in ihren Bann ziehen. „Sturm“ scheint allseits bekannt und eignet sich außerdem prächtig zum Mitsingen. Wobei man dies lieber etwas leise tut, schließlich möchte man hier nichts herausfordern. Zum Glück bleibt man vom heraufbeschworenen Sturm zwar auch verschont, allerdings setzt dafür mal wieder Regen ein. Mit „Neandertal“ bringt man nicht nur einen trommelnden Affen mit auf die Bühne, sondern vor allem ein richtig gutes Cover des EAV-Klassiker unter die Leute. Die Performance kommt an und damit geht es bester Laune zu „Totgesagt doch Neugeboren“. Laut ursprünglicher Planung des Festivals wäre hier wohl die Unterstützung von Philipp Burger gekommen. Jedoch zogen sich Frei.Wild nach den kontroversen Diskussionen um ihre Verpflichtung freiwillig wieder zurück (würden sie doch nur komplett verschwinden…; Anm.d.Red.). So ertönt der Song ohne Gastsänger, was auch nicht stört, denn Hämatom bekommen ausreichend gesangliche Unterstützung  von ihren Fans. „Eva“ ist schließlich der krachende Abschluss des Konzerts und die Franken laufen nochmals zur Hochleistung auf.

Hämatom können mit der gezeigten Leistung  absolut überzeugen, auch wenn die Stimmung vor der Bühne dies nicht immer wiedergegeben hat. Im Herbst gehen die Franken wieder auf Tour, dann in Clubs und am Abend, wo die Begeisterung sicher mehr hochkochen wird.

Setlist:

Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein
Auge um Auge
Schutt und Asche
Sturm
Neandertal
Totgesagt doch Neugeboren
Eva

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