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With Full Force 2012

Schweres Unwetter überschattet ein ansonsten fantastisches Festival

Machine Head überzeugen als Headliner

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Machine Head

Der erste Festivaltag neigt sich langsam dem Ende, doch bevor es in die Zelte oder zur Knüppelnacht geht, stehen jetzt die Headliner des Abends auf dem Programm.

Machine Head eröffnen mit „I Am Hell“. Brachial und bombastisch toben die Klänge über das Areal. Riffgeschwader prügeln sich in die Ohren, um von gemäßigten Passagen abgelöst zu werden, Flammen schießen gen Himmel und bescheren einen sensationellen Auftakt in die Show.

Vom Schlagzeuggewitter von Dave McClain angetrieben, schließt sich „Old“ mit gleicher Energie an. Frontmann Robert Flynn treibt immer wieder das Publikum an und die Luftfeuchtigkeit scheint mit jedem Song weiter anzusteigen. Spätestens bei „Beautiful Mourning“ wähnt man sich in einer Tropenhalle angekommen und wartet förmlich darauf, dass vor lauter Hingabe bald die Instrumente zerlegt werden.
Zu „Locust“ gibt es zumindest wieder kurze Passagen der Entspannung, die mit gelungenen Harmoniebögen einher gehen. Machine Head schaffen es immer wieder, thrashige Riffs mit ausgelassener Verspieltheit und hymnischen Zwischenspielen zu koppeln.

Mit „Darkness Within“ geht es ebenso grandios weiter. Begonnen wird von Robert an der Akustikgitarre und dieses Teilstück lässt dem Gesang ausreichend Platz. Der klassische Gesangsunterricht scheint sich auszuzahlen und so variiert Flynn zwischen Klargesang, fast schon zarten Gesangsparts und derben Growls scheinbar mühelos, bevor der Rest der Formation wieder mit einsteigt und dem Moshpit neuen Stoff gibt.

Das Feuerwerk der Saitenklänge setzt sich in „This Is The End“ fort. Flynn muss eigentlich nicht extra betonen, wie sehr er Musik aller Sparten mag, dies ist bei jeder Sekunde zu spüren. Voller Leidenschaft feuern Machine Head einen Titel nach dem anderen ins Publikum und werden dafür euphorisch gefeiert.
„Halo“ vom „The Blackening“-Album folgt, geht mit gemeinschaftlichem Headbangen einher und damit neigt sich der Gig auch schon dem Ende. Den Abschluss bildet „Davidian“ und fulminanter kann man ein Finale kaum noch bestreiten. Gut acht Minuten Dauerpower, die von Nebelschüssen flankiert werden, und mit jeder Salve fliegt ein Geschwader von Pommesgabeln in die Höhe.

Machine Head zeigen sich als perfekter Headliner, der seine Studioarbeit live toppen kann. Lichtshow und die Einspielungen auf der Leinwand runden das Gesamtbild noch ab und bieten den perfekten Ausklang des Abends.

Setlist:

I Am Hell
Old
Imperium
Beautiful Mourning
Locust
Aesthetics Of Hate
Darkness Within
This Is The End
Ten Ton Hammer
Halo
Davidian

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