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With Full Force 2012

Schweres Unwetter überschattet ein ansonsten fantastisches Festival

Mit großen Posen dampft der Rock'n'Roll-Express von The Carburetors los

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The Carburetors

Da es pünktlich zum Ende des Konzertes von Heaven Shall Burn zu regnen aufhört, genießt ein Großteil die abendliche Luft im Freien und verzichtet auf das Saturday-Night-Fever. The Browning allerdings heizen den Anwesenden trotzdem ordentlich ein, auch wenn man ab und an das Gefühl nicht los wird, man wäre bei einem Scooter-Konzert gelandet.

Nach der Pause erklingt Motorröhren und dies ist der Startschuss für The Carburetors. Mit Pyrotechnik und Vollgas geht es von Null auf Hundert und dies im Bruchteil einer Sekunde. Mikroständer werden eh völlig überbewertet, also findet dieser unverzüglich den Weg in den Graben. Die Norweger haben sich mit Haut und Haaren dem Rock’n’Roll verschrieben. Muskelspiele, ausreichend Haargel, Macho-Image, dies alles gehört zum Programm, und die üblichen Posen scheinen die fünf Musiker schon mit der Muttermilch eingesogen zu haben. „Rock’n’Roll Forever“ ist Titel und Programm zugleich.

Durch den wieder einsetzenden Regen füllt sich im Laufe der Zeit das Zelt auch bis auf den letzten Platz und egal ob bewusst hierher gekommen oder schutzsuchend, egal ob Hardcore-Fan, Punk oder Metalhead, die treibende Show reißt alle mit. Zu „Fire It Up“ gibt es passenderweise eine Feuerspuckeinlage und schon röhrt Eddie Cruz wieder los. Stilecht und authentisch rollt der Rock’n’Roll-Zug weiter und lässt das Zelt zu einer Riesen-Partyzone werden. Mittlerweile wird man selbst in der Mitte vom hereinwehenden Regen nass, aber wirklich stören tut dies niemanden.

Die neue Singleauskopplung „Don’t Touch The Flame“ wird angekündigt und ein weiteres Mal glänzt die Saitenfraktion an ihren Instrumenten und bietet einen Hardrocksong mit Rockabilly-Touch, der nochmals ordentlich in die Beine geht.
Eddie will zum nächsten Song ansetzen, wird aber nun von einem Mitarbeiter des With Full Force unterbrochen. Die Zuschauer werden gebeten, das Zelt sofort zu verlassen, da man wegen des Unwetters und der einhergehenden Windböen nicht mehr die Sicherheit gewährleisten kann. Viele dürften erst jetzt bemerken, wie sehr das Gerüst wankt und müssen sich auf den Herbst vertrösten, wenn The Carboretors als Support für BossHoss wieder am Start sind.

Jetzt geht es erst mal in die Nacht hinaus und hier sieht man bereits deutlich die Spuren des Unwetters. Pavillons liegen zerfetzt neben den umher gewirbelten Werbeschildern und überall fallen die Zäune dem Wind zum Opfer. So findet das Saturday Night Fever schneller als geplant sein Ende.

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