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With Full Force 2010

Tropische Wärme, Fußballweltmeisterschaft und massig hochkarätige Bands

Slayer - Kerry King und Co. scheinen ihre besten Zeiten hinter sich zu haben

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NOFX

Was nun folgt kann man nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. nofx sind die heimlichen Stars des 17. With Full Force. Voller Witz und Selbstironie sorgen die Amerikaner für viel Gelächter und mit ihren Punkrock-Songs für eine bisher nicht dagewesene Stimmung. Doch bevor das soweit ist, stolpert Fat Mike mit rotem Cocktail in der Hand auf die Bühne und entschuldigt sich für seinen Zustand, der dem hohen Vodka- und Drogenkonsum anzulasten sei. Allzu tragisch kann dieser Umstand jedoch nicht sein, denn voller Zufriedenheit stellt Fat Mike nach dem ersten Song fest, dass sie trotz allem fehlerfrei spielen können. Wer hätte etwas anderes erwartet? Und auch wenn nofx alles vergeigen, krumm und schief spielen würden: Das würde hier absolut niemanden interessieren. nofx machen einfach nur Spaß und es ist niemand ausfindig zu machen, der nicht mit einem breitem Grinsen im Gesicht auf irgendeine Art und Weise das Tanzbein schwingt, was so wirkt, als hätte Fat Mike nicht allein zu viele Drogen konsumiert, sondern als würden nofx mit ihrer Musik einen Drogenschleier über den Löbnitzer Flugplatz legen. Dass die Ansagen der Punks dabei meist - eigentlich immer - grenzwertig sind, stört hier niemanden, denn jeder scheint die Kalifornier zu kennen und sich auf anzügliche Bemerkungen bezüglich der ostdeutschen Mitbürger und Juden eingestellt zu haben. Als Versöhnung zückt El Hefe die Trompete und prustet munter zu Reggae wie „Kill All The White Man“. Wenn das mal keinen Spaß macht, dann weiß ich auch nicht weiter. Überhaupt ist die Stimme von El Hefe eine nette Abwechslung zu der, sagen wir mal krächtzigen Stimme von Fat Mike.

Nachdem den Jungspunden, damit sind all jene gemeint, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, ein sympathisches „Fuck You!“ zugeworfen wurde, geht es munter und fröhlich mit „Don´t Call Me White“, „Linoleum“ und „Leave It Alone“ weiter. Nebenbei wurde dann noch die quietschbunte Flagge der Homosexuellen gezückt und als Flagge der Ostdeutschen deklariert, bevor El Hefe die Beine in die Hand nimmt und vor dem Bühnennebel wegrennt, da er nicht vergast werden möchte. Makabere Witze, die hier aber niemanden stören. Vielleicht liegt es auch daran, dass da oben Amerikaner stehen. Ein Deutscher würde wohl unmissverständlich als rechtsradikal eingestuft und gesteinigt werden.</!-->

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