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With Full Force 2010

Tropische Wärme, Fußballweltmeisterschaft und massig hochkarätige Bands

Venom - Die Wiege des Black Metal zu Gast auf dem With Full Force

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Heaven Shall Burn

Als nächstes machen sich Heaven Shall Burn zum Angriff bereit, um das Festival auseinander zu nehmen. Die fünf Thüringer absolvieren auf dem With Full Force quasi ein Heimspiel und betreten mit „The Omen“ die Mainstage. Großer Jubel bricht los und die Fans wissen ganz genau, was sie von der Metalcore-Band erwarten: Power und pure Energie bei rasenden Songs, die nichts und niemanden auf den Beinen halten. So bricht in der großen Masse an Fans unverzüglich rappelnde Bewegung ein, als die ruhigen, besinnlichen Töne von der Einleitung von „The Omen“ verklungen sind. Keiner der rasenden Zuschauer muss sich zurück nehmen. Es gibt mehr als genug Möglichkeiten sich in Circle- und Mosh-Pits zu verausgaben.

Während am Fuße der Bühne ein einziges Getummel herrscht, werden auf großen Leinwänden Videos abgespielt, die passend zu den gesellschafts- und politisch-kritischen Songs abgestimmt sind. So bleibt auch die Ölpest nicht verschont, die von BP verursacht wurde.

Nachdem die deutsche Elf ein solch hervorragendes Spiel abgelegt hat, ist Frontsau Marcus Bischoff dem Anschein nach im Fußballfieber gefangen geblieben, und fordert eine La-Ola-Welle heraus, die ihn beim ersten Versuch jedoch nicht zufrieden stimmt. Prompt wird das nächste Lied angestimmt und anschließend ein zweiter Versuch gewagt, dessen Ergebnis von der Bühnen-Perspektive wohl eine Augenweide gewesen sein muss. Zumindest beschließt der Herr Bischoff danach, dass er wohl doch besser Fußballer hätte werden sollen. Ganz ernst gemeint war das sicherlich nicht und auch die Fans wären wohl sehr enttäuscht, wenn sie auf eine solch Klasse-Band wie Heaven Shall Burn verzichten müssten. Das beweisen sowohl Band als auch Anhänger unverzüglich bei einer gewaltigen Wall of Death bei „Endzeit“. Doch dessen nicht genug. Da scheinbar jeder mehr oder weniger unversehrt aus der Massenkarambolage zurückgekommen zu sein scheint, wird die Kondition unter Alkoholeinfluss und sengender Hitze direkt erneut auf die Probe gestellt. Es ist durchaus bekannt, dass Heaven Shall Burn es stets größer wollen und grundsätzlich mehr verlangen. Mit diesem Wissen machen sich tausende Wahnsinnige wie Ameisen an die Arbeit und verschaffen sich Platz für einen Circle-Pit mit gigantischen Ausmaß. „Behind A Wall Of Silence“ schmettert mit all seiner Gewalt durch die riesigen Boxen und tausende trommelnde Füßen rennen los. Der Circle-Pit erstreckt sich vom Fuße der Bühne bis zum Merchandising-Stand. Diejenigen, die am Boden liegen und ihren Rausch zu guter Musik ausschlafen wollen, werden in letzter Sekunde von Freunden und Umstehenden aufgesammelt, bevor sie von einer Horde Elefanten nieder gerannt werden. Massenweise Staub wird aufgewirbelt, als läge davon nicht ohnehin genug in der Luft, so dass am Ende der Hysterie die Bühne nur noch aus kurzer Distanz zu erkennen ist und beinahe im Dunst verschwindet.

Bedauerlicherweise kann Drummer Matthias dieses Spektakel nicht live mitverfolgen. Die Uni ruft und lockt zur Pflicht des lästigen Schreibens von Prüfungen, so dass sein Platz für diese Zeit von Chris eingenommen wurde. Der macht seinen Vertretungsjob gut und es gibt nichts zu beanstanden.

Als die Fans die Band gedanklich schon verabschieden und auf ein baldiges Wiedersehen hoffen, werden neben der Bühne plötzlich Millionen kleiner, silberner Plastikstreifen Richtung Himmel geprustet und „Black Tears“ ruft zu letzter Höchstform auf. Zum gloreichen Abschluss heben alle Fans die Arme, damit von der Bühne aus noch ein sicherlich sehr eindrucksvolles Foto für das Heaven Shall Burn-Familienalbum entstehen kann.</!-->

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