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Winternachtstraumfestival 2010

Volles Haus - erstklassige Bands - Fans feierten bis zum Schluss

Divine Imputation lieferten das harte Brett zum Frühstück

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Disillusion

 

Fast fehl am Platz wirkten Disillusion als sie ihr Set begannen. Die Leipziger Rock/Metal-Band mit dem ganz eigenen experimentellen Stil konnte lange nicht so viele Besucher an Land ziehen wie noch Orden Ogan. Doch das war kein Wunder, denn den Platz als Ausreißer des Abends hatte das Trio/Live-Quartett ohnehin inne – musikalisch und optisch.

„The Hole We Are In“ machte den Anfang. Progressive Industrial-Klänge hatte man hier heute bisher noch nicht gehört. Und obwohl vergleichsweise wenig los war, sah man schnell, dass die Besucher, die vor der Bühne standen, nicht nur da waren, um die Band nebenbei anzuschauen. Nein, hier hatte so mancher seinen Spaß. Und das galt nicht nur für den Bereich vor der Bühne: Auch die Musiker waren sichtlich angetan. Sänger Schmidt bedankte sich ein ums andere Mal für die Reaktionen der Fans und die Möglichkeit, das Winternachtstraum Festival bespielen zu dürfen.

Ein Song nach dem anderen wurde gut aufgenommen: „Save The Past“, „Gloria“, „Dread It“. Damit die Musik Disillusions ihre ganze Wirkung entfalten kann, ist ein guter Sound von Nöten. Der sonst sehr gute Mix war diesmal allerdings etwas unausgeglichen. Wem die Songs nicht unbekannt waren, machte das aber gar nichts, denn gerade Tracks wie „Don’t Go Any Further“ sind absolute Live-Kracher. Einen kleiner Wehrmutstropfen allerdings bildete DER Song der Band „Back To Times Of Splendor“, der den Stilwechsel der Band vom Debut zum aktuellen Zweitalbum nun auch live umsetzt. Mit dem gewohnt rauen Gesang macht er sich einfach um Längen besser als mit den „Gloria“-Vocals. Ein schöner Auftritt und eine Platzierung, die der Running Order genau die Abwechslung gab, die sie an dieser Stelle brauchte. 

Setlist:

The Hole We Are In
Save The Past
Gloria
Dread It
Alone I Stand In Fire 
Back To Times Of Splendor
The Black Sea
Don’t Go Any Further

Týr

So richtig exotisch wurde mit Týr das Finale eingeleitet, kommt die Band doch tatsächlich von den Färöer Inseln, oder auch Schafsinseln genannt. Sie konnten zwar nicht mehr ganz das Niveau der guten Laune auf dem Level der Vorgänger Orden Ogan halten, machten aber trotzdem einfach richtig viel Spaß. Ihr Viking Metal ist mit einem hohen Wiedererkennungswert gekoppelt, und Tracks wie „Hold The Heathen Hammer High“ laden ja nicht nur zum ständigen Fäusterecken, sondern bieten auch genug Spielfläche für gepflegtes Headbangen. Ganz nach dem Geschmack entledigte sich Heri seines Oberkörpergewandes und ließ seine Gitarre am schweißnassen Körper kleben. Die anderen verblieben die ganze Show über in ihren Panzern verhaftet. Stimmungsvoll auch die wunderbar farbige Ausleuchtung der Bühne, unterstützt von einem wabernden Teppich aus künstlichem Nebel. Wenn die Inselbewohner in ihrer Heimatsprache sangen, dürfte das Mitsingen zwar schwer gefallen sein, aber trotzdem brauchten sich Týr über mangelnde Unterstützung nicht beschweren.

Setlist:

Tróndur í Gøtu
Hold The Heathen Hammer High
Lokka Tattur
By The Sword In My Hand
Interlude
Dreams
Northern Gate
Hail To The Hammer
Ólavur Riddararós
Sinklars Vísa
Wings Of Time
The Wild Rover

The Mercury Arc

Zu weit vorgerückter Stunde mussten The Mercury Arc mit einem starken Zuschauerschwund kämpfen. Dauergäste des Winternachtstraumfestivals wissen das, die Band schien allerdings überrascht zu sein. Doch die übrigen Fans ließen sich nicht entmutigen und pogten zu dem melodischen Metalcore, die Grenzen des eigenen Körpers ignorierend. Und als die Essener spürten, dass sie trotz der Uhrzeit und auch trotz der übersichtlichen Fans noch richtig Spaß verbreiten konnten, da legten sie sich noch ein wenig mehr ins Zeug, und prompt wagten die letzten Versprengten eine Wall Of Death mit ca. 30 Beteiligten, und mitten drin die beiden Piratenschnecken von Orden Ogan. Da wurde die Illusion des Balancehaltens noch auf eine schwere Probe gestellt. Und weil The Mercury Arc nicht aufsteckten, und weil auch die Fans nochmals alles gaben, konnten sich beide Parteien dafür bedanken, um zwei Uhr morgens so abgegangen zu sein. Danach war allerdings auch wirklich der Abgang, der Tag war lang und Kräfte zehrend, und schließlich sollte ja einen Tag später noch deutlich mehr Spektakel geboten werden.

Setlist:

Intro
Mosher
The Illusion Of Balance
Collision Course
Silence Is A Blessing
Paint The Sun Black
Ghost Ship
Heaven Gone Wrong
Digging Through Cullets
Evil Echo
Yellow Blood

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