Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Winternachtstraum Festival 2009

Long Distance Calling

Zum Thema

Grave 

Mit Grave stand um kurz nach 12 dann der Headliner des Tages auf den Brettern. Trotz knapp kalkulierter Umbaupausen und recht kurzer Spielzeiten der Bands war man noch immer zu hundert Prozent im Zeitplan.  So war es nun Zeit für Todesmetall der ganz alten Schule. Immerhin musizieren die Schweden schon seit 23 Jahren. Und gerade das aktuelle Album „Dominion VIII“ macht deutlich, dass es nun auch wieder zurück zu den Wurzeln geht.

Bei Grave weiß man, was einen erwartet. Als die vier die in dämonischem Rot ausgeleuchtete Bühne betraten, bekamen sie auch laute Rufe aus dem Publikum entgegen geschleudert, doch die stammten lange nicht aus so vielen Kehlen wie bei Accu§er. Als dann die ersten Klänge von „Deathstorm“ ihrem Namen alle Ehre machten, wurde schnell klar, dass auch die Stimmung deutlich zurückgegangen war, qualitativ und quantitativ.

Dabei verhielten sich die Stockholm-Deather auf der Bühne so wie man es von einer Death Metal-Band erwartet. Sänger, Gitarrist und Ur-Mitglied Ola Lindgren malträtierte seine Stimmbänder , und auch Fredrik Isaksson am Bass und der inzwischen schon fast nicht mehr als „neues Bandmitglied“ zu bezeichnende Drummer Ronnie Bergerståhl bewiesen, dass sie in sehr guter Form sind. Der Sound war auch hier exzellent abgemischt, das Licht verbreitete eine passende Atmosphäre – doch der Funke sprang nicht über. Da konnten auch Songs wie „Christi(ns)anity“, „Burn“ oder „A World In Darkness“ nicht wirklich etwas ändern.

So erschienen die 60 Minuten Spielzeit für den Headliner, die eigentlich auch für ein Festival sehr knapp bemessen sind, als gerade lang genug. Mit „Bloodpath“, dem wohl stärksten Song der aktuellen Platte, spielten Grave am Ende des Sets noch eine von zwei Zugaben, bevor sie sich im Anschluss an „Into The Grave“ unter lautstarkem Gedröhne verabschieden. Das wurde wohl auch dem Mischer zu viel, denn anstatt die Band ausklingen zu lassen, dreht er den Master irgendwann auf 0, um der Crew die Möglichkeit zu geben, den folgenden Auftritt von Long Distance Calling vorzubereiten.

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen