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Winternachtstraum Festival 2009

Night in Gales

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Adorned Brood

Als ein Intro exakt 15 Minuten später den Auftritt von Adorned Brood einläutete, füllte sich die zwischenzeitlich komplett leere Fläche vor der Bühne in Rekordtempo. Adorned Brood hatten vor allem das jüngere Publikum auf ihrer Seite. Die Grevenbroicher begannen ihr Set mit dem bandnamengleichen Song „Adorned Brood“ - und vor der Bühne brach die Hölle los.

Eine Person der Formation fehlte. Aber weil vor der Bühne nur wenige etwas anderes als ihre eigenen Haare im Blickfeld hatten, bleibt fraglich, ob das überhaupt jemand registriert hätte, wenn Sänger und Bassist Frost nicht kurz darauf hingewiesen hätte: „Unsere Flötistin Ingeborg Anna fehlt heute, denn die ist schwanger“. Den noch vom Anubiz-Auftritt klingelnden Ohren (auch dort gab es jede Menge hohe Töne aufzunehmen) tat die fehlende Flöte allerdings ganz gut und schnell wurde klar, dass Adorned Brood live auch ohne gut funktionieren.

Der verhältnismäßig langsame Song „Am Grunde des Meeres“ des aktuellen Albums „Noor“ folgte. Bei den Off-Beat-Passagen versuchten sogar einige Fans, einen Circle-Pit zu starten. Im Gegensatz zu den Auftritten vieler anderer Bands des Festivals wollte das allerdings diesmal nicht klappen. Das war aber nicht weiter schlimm, schließlich kochte die Stimmung auch so schon. Während 2008 mit Ensiferum sogar eine Band ähnlichen Genres den Headliner des Festivals gab, fiel der Folk Metal-Sektor diesmal eher spartanisch aus.

„Könnt ihr noch?“, fragte Frost In einer kurzen Pause nach „Wigand“ vom gleichnamigen 1998-Album. Seine Frage wurde lautstark in seinem Sinne beantwortet, ehe die ersten Klänge des Klassikers „7 Tage lang“ zum Mitklatschen und ausgedehnten „Hey! Hey!“-Phasen einluden.  Auch auf Seiten der Band schien die Stimmung überdurchschnittlich gut. Ob das die Vorfreude auf die bevorstehende Tour mit Alestorm, Heidevolk und Tyr war?

Voerst galt es aber noch, diesen Auftritt zu beenden: Man schwenkte zurück zum aktuellen Album „Noor“ und setze das Set mit „Sons Of The Damned“ fort. Das Gewicht lag ganz eindeutig auf dieser Platte. Nur mit den zwei vorigen Songs wich man von „Noor“ ab. Und so hieß dann auch der vorletzte Track, bevor Adorned Brood mit „Under Yggdrasil“ eine ziemlich erschöpfte Masse an Folk Metal-Anhängern vor der Bühne stehen ließ, die ohne Erfolg eine Zugabe forderten.

Setlist:
1.    Adorned Brood
2.    Am Grunde des Meeres
3.    Wigand
4.    7 Tage
5.    Sons Of The Damned
6.    Noor
7.    Under Yggdrasil

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