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Winternachtstraum Festival 2009

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Agathodaimon

Demnächst veröffentlichen Agathodaimon ihr neues Album „Phoenix“. Die letzten fünf Jahre war es nicht nur in Bezug auf die Veröffentlichungen ruhig um die Band geworden. Auch livetechnisch konnte man die Black/Dark Metal-Band aus Mainz nur selten erleben. Wie auch? Schließlich stand die Band zuletzt ohne Sänger da. Inzwischen scheinen alle Probleme ausgeräumt zu sein, die Besetzung wurde zum Teil ausgetauscht, ein neuer Sänger ist an Bord und so konnte der Auftritt der Mainzer gespannt erwartet werden.

Und das wurde er auch. Die Zahl der Leute vor der Bühne war zwar im Vergleich zu Gloomball wieder etwas zurückgegangen, aber das war nur logisch bei der komplett anderen musikalischen Ausrichtung. Wie um genau das zu beweisen, ging es auch mit „Cellos For The Insatiable“, dem Opener und gleichzeitig wohl stärkstem Song der (noch) aktuellen Platte „Serpent’s Embrace“ los; laut, energiegeladen und direkt, auf ein Intro verzichtete die Band.

Besonderen Wert legte die Formation auf neues Material. So präsentierte man nach einem kurzen Abstecher aufs 1999er-Album „A Higher Art Of Rebellion“ in Form von „Tongue Of Thorns“ als dritten Song im Set bereits den Track „Ground Zero“ vom neuen Album. Das Publikum verhielt sich sehr kontrastreich: Während in den ersten beiden Reihen Mähnen kreisten und Pommesgabeln in die Luft gestreckt wurden, bewegte sich dahinter kaum jemand. Ihren Ruf muss sich die Band nach fünf Jahren scheinbar hart wiedererkämpfen. Dazu kam, dass das neue Material bei den Fans der Band noch unbekannt ist.

Die kamen allerdings beim „Chapter III“-Klassiker „An Angel’s Funeral“ nochmal voll auf ihre Kosten, bevor dann nur noch neue Song gespielt wurden: „Ghost Of A Soul“ brachte etwa gerade in den harten Blastbeat-Phasen jede Menge Köpfe zum Rollen. Mit „Heliopolis“ gab es anschließend den treibenden Opener des neuen Albums zu hören, bevor letztendlich „Alone In The Dark“ den Auftritt beendete. Die Band war gut in Form und schien es zu genießen, ab jetzt wieder häufiger auf den Brettern stehen zu können. Sänger Ashtrael machte einen sehr guten Eindruck und schien den Leistungen seines Vorgängers in nichts nachzustehen. Der ganze Auftritt schien sehr bodenständig, vollkommen ohne überflüssigen Schnickschnack. Wenn auch die aktuelle Musik nicht mehr als Black Metal zu bezeichnen ist, so scheinen sich Agathodaimon doch im Dark Metal-Sektor sehr wohl zu fühlen.  

Nur die Verabschiedung gestaltete sich etwas unglücklich: In dem Moment, in dem Ashtrael gerade einen weiteren Song ankündigte, wurde ihm seitens der Technik unmissverständlich klargemacht, dass die Zeit das wohl nicht mehr zuließe. Der Auftritt endete so etwas abrupt und ließ nur noch ein enttäuschtes Schulterzocken in Richtung Fans zu. Als weitere Zugabe hatte man „Serpent’s Embrace“ spielen wollen.

Setlist:

  1. Cellos For The Insatiable
  2. Tongue Of Thorns
  3. Ground Zero
  4. An Angel‘s Funeral
  5. Ghost Of A Soul
  6. Heliopolis
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