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Winternachtstraum Festival 2009

Battalion

Zum Thema

Bäd Influence

Nach diesen zwei Krachern hatten Bäd Influence natürlich eine nicht allzu leichte Aufgabe, nämlich das alles noch zu toppen. Mit „Armageddon“ ging man erstmal in die Vollen, ein metallischer Gothic Rock-Touch zog damit in der Halle ein. Sänger Mark mit seinen an die Optik von Dani Filth erinnernden Kontaktlinsen machte optisch einen leicht befremdlich, bedrohlichen Eindruck. Aber genau das war ja auch gewollt.

Die Show ist genau das Ding von Bäd Influence, der zweite Song wurde beispielsweise als „Tribute to tanzenden Eingeweiden“ bezeichnet. Treffender Weise hieß er dann auch „Verrecke“. Speziell Gitarristin Julia konnte überzeugen, sie zockte einige tolle Soli. Da sie auch am Mikro per Cleanvocals und Growls Sänger Mark zur Seite stand, vermischte sich der Eindruck ein wenig, da die clean gesungenen Lyrics nicht so ganz überzeugen konnten.

Dann verließ Mark die Bühne, um im Publikum wildern zu gehen, und dies dann auch mit Erfolg. Mit einem schwarzhaarigen Mädel kam er zurück, um sein ganzes Stageacting einzig ihr zu widmen und dann passend zum Song „Vampyre“ in ihren Hals zu beißen, bis das Blut floss. Coole Einlage, welche dann vom folgenden „Rebel Yell“ (Billy Idol Coversong) zumindest musikalisch getoppt wurde. Klar, dass bei dem Gassenhauer das Publikum wieder merklich lauter wurde.

„Venom“ sollte dann auch schon den vorletzten Song markieren. Irgendwie schauten dann die Zuschauer in der ersten Reihe merklich weg, sobald sie vom Blick des Sängers erfasst wurden. Ob es nun Furcht war oder einfach nur die Tatsache, dass man es umgehen wollte, dann auch noch auf die Bühne geholt zu werden, bleibt unklar. Der Sänger verschwand dann auch wieder im Publikum.  Nachdem er zurückkehrte, wurde dann auch mit „Invisible Sun“ der Schlussstrich unter die Show gezogen. Die Musik konnte leider nicht ganz mit der Show mithalten, wobei hier ganz klar die Gitarristin hervorstach.

Setlist:

  1. Armageddon
  2. Verrecke
  3. Insanity
  4. Vampyre
  5. Rebel Yell
  6. Venom
  7. Invisible Sun

 

Shadow's Far

Dass der Großteil des diesjährigen WNT-Publikums nicht corebegeistert war, erfuhren auch die Schweizer Shadow´s Far zu Beginn ihres Sets, denn nachdem die Nordlichter Bäd Influence die Bühne und mit ihnen die Zuschauer die Halle verlassen hatten, um im Vorraum beispielsweise zu rauchen, verblieben wieder nur wenige Leute, die sich den Gig der Jungs anschauen wollten. Doch diejenigen, die geblieben waren, sollten das im weiteren Verlauf nicht bereuen.

Die Schweizer boten von Beginn an eine gute Show. Gitarrist Serge zog immer wieder seine Grimassen und poste mit seinen Kollegen. Vor „Burnt Confessions“ meinte Sänger Roman: „Dieser Song ist für alle, die gerne moshen!“ und fügte hinzu „macht den Pit ein bisschen größer!“, was dann wiederum funktionierte und auch sofort umgesetzt wurde.

Doch damit nicht genug: Der Sänger war es dann auch, der zum ersten Mal an diesem Festival-Samstag die Security-Leute forderte, denn er selbst war es, der mit dem Crowdsurfen anfing.

Roman ging sogar noch weiter: Für „Fucked Up Liar“, den letzten Song im Set der Jungs, wollte er noch einmal alles aus den Festival-Besuchern heraus holen und forderte einen Stagediver. Dies wurde von den Leuten im Publikumsraum allerdings nicht erfüllt und so vollführte Roman wieder selbst Crowdsurfing und begab sich auch selbst mitten in den Pit, der daraufhin so aufblühte, dass es zu einem Circlepit kam. Stimmung haben die Schweizer also allemal in die Schützenhalle gezaubert. Und auch die musikalische Leistung stimmte, denn die Mucke und die dazugehörige Show waren ziemlich fett und überzeugend.

Setlist:

  1. Intro
  2. Blood For Blood
  3. From Heaven
  4. Fucking Yobwoc
  5. Burnt Confessions
  6. Boarderline
  7. Fucked Up Liar
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