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Winternachtstraum Festival 2009

Bäd Influence

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Scornage

Nach der eher zurückhaltenden Musik von The Flaw blies dann ein kleiner Hurricane durch die Schützenhalle. Scornage enterten die Bühne und wirbelten so kräftig umher, dass man fast an eine Energydrink-Überdosis glauben konnte. „Society Kills“ war da natürlich der perfekte Opener. Permanente Stellungswechsel, fliegende Haare und Adreanlin pur wurde auf der Bühne dargeboten. Wie die Band später feststellte, hatte man 100% Gas gegeben, denn man hatte ja nur 30 Minuten Spielzeit - und da braucht man sich nicht zu schonen.

Und das taten sie wahrlich nicht: Ohne große Pause ging es weiter mit „Pure Motorized Instinct“, bevor Sänger Guido darauf hinwies, dass „Prototype“ der nächste Song vom neuen Album sei und auch auf dem Rock Hard Sampler erschienen sei. Und dies zeigte dann auch ganz klar, wie gut das neue Material ist. Ein abwechslungsreicher Song, der zwischen schnellen und groovigen Passagen wechselt.

Und was passiert, wenn man böse ist, aber die Hölle schon wegen Überfüllung geschlossen ist, wurde dann mit „When There Is No More Room In Hell“ verdeutlicht. Die Spielfreude, die da dem  Publikum entgegenschlug und es förmlich mitriss, war wirklich fulminant. Unermüdlich beackerten Markus Breuer und Tom Bronneberg jeden Quadratzentimeter der Bühne. Das ist nichts für Toupetträger oder die dritten Zähne. Es wurde gemosht , geheadbangt und Grimassen geschnitten. Auch Arry lief förmlich zur Höchstform auf und haute eine Thrash Metal-Salve nach der anderen aus seiner Gitarre.

Und dann wurde zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal „Blood Splattered Banner“ zum Besten gegeben. Warum der Song schon längere Zeit nicht gespielt worden war? Na, weil Tom noch nicht allzu lange dabei war und den Song erst diese Woche mit der Band einstudiert hatte. Und das war auch gut so. Den viel zu frühen Abschluss sollte dann „I Am Your Fear“ bilden, auch wenn das Publikum lauthals nach mehr Musik aus Aachener Landen rief. Ein wahres Highlight des Tages. Aber es sollte ja noch einiges folgen, aber die Messlatte lag nun verdammt hoch.

Setlist:

  1. Society Kills
  2. Pure Motorized Instinct
  3. Prototype
  4. When There Is No More Room In Hell
  5. Blood Splattered Banner
  6. I Am Your Fear

 

Path Of Golconda

Mit Path Of Golconda folgte die Überraschung des Tages. Zu den Klängen des „300“-Soundtracks betraten die Fünf die Bühne. Die Formation spielte eine Mischung aus Death- und Thrash-Metal – und das richtig gut.

„Metropolis Rotting“, der Opener des aktuellen Albums „The Treshold Diaries“, machte den Anfang und stellte von den ersten Tönen an eine große Frage in den Raum: Warum hat diese Band noch immer keinen Plattenvertrag?  Fronter Manuel grunzte stilecht ins Mikro, während der Rest der Band sich der eigenen Musik in einer Professionalität widmete, die man einer Demo-Band nie zutrauen würde.

Mit „A Cannibal Crusade” vom deutlich weniger thrashigen Debüt-Album „Destination: Downfall“ spielte die Band den nächsten Track im Set, bevor sie dann wieder zum aktuellen Album wechselte, um „Between God And Gutter“ in die Menge zu feuern. Diese gab sich euphorisch: Scheinbar hatten nicht wenige Festival-Besucher auf die Band gewartet, denn nicht nur ganz vorne sah man fliegende Haare. Sowieso hatte sich die Halle nach der Umbaupause wieder gut gefüllt.

Momentan arbeiten Path Of Golconda gerade an ihrem dritten Album. Mit „Return“ gab es den Titeltrack zu hören. Über seine Qualität wurde durch amtliches Headbangen einstimmig entschieden. Da die 30 Minuten, die der Band eingeräumt wurden, sich langsam dem Ende näherten, gab es mir „Catafalque“ bereits den letzten Song zu hören. Schade, dass die Band ihr Set so schnell beenden musste; „Foul Winds Through Utopia“ hätte sich live wahrscheinlich wunderbar gemacht.

Setlist:

  1. Metropolis Rotting
  2. A Cannibal Crusade
  3. Between God And Gutter
  4. Return
  5. Catafalque
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