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Winternachtstraum Festival 2009

Hatred

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„Schön, dass tatsächlich mal Leute nach Oeventrop kommen, denen es hier auch gefällt“, freute sich die Vermieterin unserer Ferienwohnung in  einem kurzen Gespräch bei der Schlüsselabgabe. Das absolute Highlight sei eigentlich das dreitägige Schützenfest, das einmal im Jahr in der Schützenhalle der Stadt stattfinde. Nun, um ehrlich zu sein waren wir dafür nicht hergekommen.

In der Tat gefiel es uns jedoch gut in dem knapp 6000-Einwohner-Ort. Doch statt Partymucke stand jede Menge Metal  unterschiedlichster Stilrichtungen auf dem Plan: Das Winternachtstraum Festival 2009.

„Als wir gesehen haben, dass wir in der Schützenhalle spielen sollten, fragten wir uns, was das wohl werden wird. Aber Oeventrop, es ist echt geil hier!“, sollte es noch am selben Tag von einer der Bands zu hören geben. Ähnlich ging es uns auch. Der Name lässt es nicht vermuten, doch als Indoor-Festival-Location ist die Halle bestens geeignet. Während in der größeren Halle die Bands spielten, wurden in der kleineren Eingangshalle Merchandising-Artikel verkauft. Getränke gab es an drei verschiedenen Stellen, was lange Wartezeiten ausschloss, die Atmosphäre war hervorragend.

Counterfeit

Als wir die Halle am ersten Festivaltag gegen 17 Uhr betraten, begannen Counterfeit, die erste Band des Festivals, gerade mit ihrem Auftritt. Die Salzwedeler waren die Gewinner der Myspace-Contest-Aktion, bei der die Fans wählen durften, welche Gruppe das Festival eröffnen und sich damit einem breiteren Publikum vorstellen durfte.

Besonders voll war es zu so früher Stunde zwar noch nicht, die Alternative Rocker ernteten aber zumindest Höflichkeitsapplaus. Live drückte die Musik des Quartetts allerdings auch um einiges mehr, als es die Songs Bei MySpace tun, zumal man sich dort u. a. mit einem merkwürdigen, ironisch gemeinten Stück namens „Keine BMW“ konfrontiert sah.
Auch der brillante, ausgewogene Sound – bei dem nur zu hoffen war, dass er derart transparent bleiben würde – trug maßgeblich dazu bei, dass der Eindruck insgesamt recht positiv war.

Anubiz

Als zweite Band gab es bereits die erste von mehreren Gothic-Bands des Festivals zu sehen und zu hören: Anubiz. Mit den ersten Klängen von „Verbrenne mich“, dem Opener des aktuellen Albums „Unruh“, füllte sich auch der Zuschauerraum etwas mehr. Immerhin bildeten sich schnell zwei bis drei Zuschauerreihen, die anfangs allerdings nicht unbedingt viel zu sehen bekamen: Einer der Techniker hatte bei Anubiz die Vorzüge der Nebelmaschine für sich entdeckt und sorgte mit Hilfe von dichten Nebelschwaden für begrenzte Sichtverhältnisse. Gothic Metal verlangt eben nach einer gewissen Atmosphäre.
Weiter ging es im Set wie auf der CD mit dem Song „Fährmann“.

Weiblicher, klassischer Gesang wechselte sich mit männlichen Vocals ab, die öfters mal an Till Lindemann von Rammstein erinnerten. Doch nicht nur im Gesang, sondern auch in der Musik selbst, waren einige Industrial-Anleihen zu finden. Synthie-Klänge, die gerade in der kurzfristig als drittes eingeschobenen Ballade „Mondlicht“ hervorstießen, untermalten das Ganze.

Wenn Sängerin Katrin Block ihre Gesangskünste gerade nicht präsentierte, hielt sie sich im Hintergrund auf und bewies durch Hüpf- und Tanzeinlagen, dass ihr der Auftritt scheinbar einen Mordsspaß bereitete. Die Band ließ den Auftritt mit „Puppenspieler“ und dem vergleichsweise harten Song „Feuermann“ ausklingen. Für die frühe Stunde enthielt der Auftritt vielleicht ein bisschen zu viel Vibrato, doch der momentan noch eher kleinen Zuschauermenge schien es gefallen zu habe

Setlist:
1.    Verbrenne mich
2.    Fährmann
3.    Mondlicht
4.    Puppenspieler
5.    Feuermann

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