Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Winterhymn Fest 2012

Im Zeughaus wehrt man sich gegen den Winter

Ein würdiger Headliner: Wolfchant

Zum Thema

Wolfchant

Ausgerechnet den Hauptakt des Abends trifft heute das Schicksal: Einer der beiden Sänger sitzt wegen einer Störung bei der Bahn im Zug fest und beim Konzertbeginn fehlt von Michael aka Nortwin noch jede Spur.

Da die Zeit aber drückt bleibt der Band nichts anderes übrig, als schon mit nur einem Frontmann zu beginnen. Nach dem Intro starten Wolfchant ihren Gig klassisch mit „Stormwolves“ und man muss bemerken, dass auch Lokhi alleine mit den Vocals gut klar kommt. Der cleane Gesang fehlt schon, aber dem Erlebnis tut das keinen Abbruch. Dass die meisten Zuhörer dieser Auffassung sind, zeigt der Applaus, der nach der Nummer aufflammt. Weiter geht es mit „A Pagan Storm“. Dem Lied wird ein cleanes Gitarrenriff vorgelagert, das weite Teile der Zuhörerschar sofort und ohne Aufforderung zum Mitklatschen animiert.

Mit „Never Too Drunk“ trifft man den Nerv der Zuhörer auf den Punkt. Mit einer Initialzündung startet auf dem Parkett wieder die Party. Während des Songs schneit auch Sänger Michael ins Zeughaus ein, springt sofort von vorne auf die Bühne – und findet kein Mikro. Nach einigem Suchen wird der Song von beiden Frontmännern in ein- und dasselbe Mikro gesungen. Zur Not geht es auch so.

Nach einem kurzen Mikrocheck geht es in gewohnter Formation und sichtlich erleichtert weiter im Programm. „Naturgewalt“ steht auf dem Spielplan und eindrucksvoll merkt man sofort, welchen Unterschied der zweite Sänger macht. Die ganze Wucht der Songs kommt doch erst richtig durch, wenn beide Fronter ihre Mikrofone traktieren und diese ganz besondere Mischung aus Epik und purer Aggression auf ihr Publikum loslassen.

Für sieben Musiker ist die Bühne im Zeughaus wahrlich nicht ausgelegt, aber trotzdem schaffen es Wolfchant, alle Protagonisten auf der Stage unterzubringen und es bleibt sogar noch Raum für ein bisschen Bewegung. Vor allem die Gitarrenfraktion schafft es auch unter beengten Umständen noch ordentlich abzugehen. Schlagzeuger Norgahd und Keyboarder Gvern kann die Enge nicht beeindrucken, die beiden sind durch ihre Instrumente sowieso ortsgebunden. Dadurch sind sie aber nicht weniger wichtig. Die Keyboards hört man bei Wolfchant oft nicht so gut heraus und auch heute Abend gehen sie etwas unter, aber die Drums sind auf jeden Fall ein dominanter Teil in der Band. Der Mann, der die Kesselsammlung misshandelt, ist richtig fähig und macht einen guten Job. Egal ob es schnell oder langsam, hart oder ruhiger zur Sache geht, Norgahd kommt mit allen Situationen problemlos klar und spielt dabei noch sehr präzise.

Songtechnisch geht es unterdessen mit viel gebündelter Energie weiter. Egal ob „Eremit“, „Praise To All“ oder „Call Of The Black Winds“, die Songs zünden alle und die Party im Zeughaus ebbt nicht ab. Mit „Call Of The Black Winds“ endet das eigentliche Konzert des Headliners. Nach ausdrücklichen Wünschen aus dem Publikum lassen sich die Sieben doch noch erweichen und zocken als Zugabe noch „A Tale From The Old Fields“.

Zufrieden verlassen die Musiker die Bühne und ein Teil der Musiker und der Zuhörer macht sich auf den Weg nach Vilshofen, wo bei der Aftershowparty noch einmal richtig Gas gegeben wird.

Setlist:

  • Stormwolves
  • A Pagan Storm
  • Never Too Drunk
  • Naturgewalt
  • Black Fire
  • Eremit
  • Under The Wolves Banner
  • Rebellion
  • Praise To All
  • Call Of The Black Winds
  • A Tale From The Old Fields
Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin