Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Winter Ends Festival 2012

Neues Festival mit Startschwierigkeiten

Crud sind Opener des ersten Festivaltages

Zum Thema

Eigentlich ist es mutig, heutzutage noch ein neues Festival auf die Beine zu stellen, da das Angebot im Hard’n’Goth’n’Metal-Bereich gerade im Großraum Köln doch so schon unübersichtlich geworden ist. Doch das Konzept dahinter hört sich vernünftig an: Kleiner Club, drei Bands pro Abend, großzügige Spielzeiten, lokaler Nachwuchs trifft auf lokale Szenebekannte. Die Organisatoren wissen um die Gigverdichtung an den Wochenenden und sind auf einem Montag- und Dienstagabend ausgewichen – nur allein die „Szene“ scheint von dem Konzept wenig zu halten, sind doch einfach viel zu wenig Fans vor Ort. Ist so schon das Festival am Ende, wo es doch gerade erst gestartet ist, oder haben die Organisatoren auch den (monetären) Durchhaltewillen? Das Jahr 2013 wird es zeigen.

Crud

Die Dormagener Truppe Crud gehört sicher noch zu den Bands, die erst wenige auf dem Schirm haben, auch wenn sie schon 2009 mit „Crud“ ein sehr beachtenswertes Debüt in der Schnittmenge zwischen Rock und Gothic veröffentlichten.

Im Kölner MTC entern sie dann mit reichlich Verzögerung die Bühne – sicherlich wollte man noch ein wenig warten, haben sich bisher nur etwas über zwanzig Gäste eingefunden. Zwar werden es im Verlaufe des Abends ein paar mehr, die Grenze von vierzig Personen wird aber nicht geknackt – schade eigentlich, denn das, was das Trio da so zaubert, hört sich sogar live richtig brauchbar an – ein wenig Danzig, ein wenig Type O Negative und schon steht eine emotionale Reise durch den Crudschen Sound bevor.

Fronter Jeno gehört zumindest nicht zu den großen Sprücheklopfern auf der Bühne, da muss auch schon mal ein „Hey“ als Einleitung zum nächsten Track herhalten, Crud lassen da lieber die Musik sprechen, verschärfen auch mal wie in „Like The Rain“ dezent das Tempo und können so mehr und mehr für positive Reaktionen sorgen. Ist der Applaus noch sehr verhalten, ändert sich diese Stimmung gegen Ende zum Guten, „For My Life“ hat dann schon das lauteste Feedback des Abends, bei „Tears“ versuchen sich zwei Fans mit ersten Headbangeinheiten. Mit dem Ramones-Cover „I Wanna Be Sedated“ können sie das Stimmungslevel noch ein wenig nach oben hieven – klar, fast alle Anwesenden können sogar mitsingen.

Crud wirken ein wenig überrascht, dass die Fans nach einer Zugabe rufen, die dann auch kurzerhand mit „Tell Me“ vom Debüt erfüllt wird. Gut ist, dass sich die Dormagener von der spärlichen Kulisse nicht haben deprimieren lassen, denn so können sie ein erstes Ausrufezeichen setzen.

Setlist:

  • My Everything
  • Your Face
  • Like The Rain
  • For The Thrill
  • Live My Life
  • Still Here
  • Tears
  • I Wanna Be Sedated (Ramones-Cover)
  • ----------------
  • Tell Me
Seite
comments powered by Disqus