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White Miles, Cosmic Combo im Konzert (Dresden, September 2016)

Von Psychedelic bis hin zu purer Energie

Whites Miles bieten eine grandiose Show

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White Miles

Kurze Umbaupause und schon ist es an der Zeit, jegliche Klischees über zurückhaltende oder gar bedächtige Alpenländler über Bord zu werfen. Mit „Can’t Stop“ steigen White Miles in den Gig ein und dies bedeutet sogleich den Start für gut neunzig Minuten pure Dynamik!

Es scheint schier unglaublich, was die beiden Musiker hier an Power auf die Bühne bringen, zudem schaffen sie es, trotz des begrenzten Instrumentariums einen irrsinnig vollen Klang in den Saal zu hämmern, der absolut überzeugen und mitreißen kann. Zuschauer sind zwar immer noch nicht viel mehr hinzugekommen, dafür verteilt man sich gut im Saal und die ersten rocken auch direkt vor dem Bühnenrand ab. Spätestens mit „Hell Of A Woman“, welches mit seinen Tempoverschleppungen und seinen explosiven Ausbrüchen überzeugt, haben die Österreicher wohl jeden im Raum im Sack. Gitarristin und Sängerin Medina zieht immer wieder wie ein Derwisch über die Bühne und gönnt sich das gesamte Konzert über kaum eine Pause, was durchaus die Frage aufkommen lässt, wo sie eigentlich noch die Luft für ihren kräftigen Gesang hernimmt. Derweil trommelt Lofi auf sein Schlagzeug ein, dass einem um die Felle schon fast angst und bange wird.

Mit „Insane To The Bone“ wird es etwas ruhiger und auch sphärischer, ein weiteres Mal erstaunen die Beiden, wie sie mit nur zwei Instrumenten einen solchen Klangteppich ausrollen können. Zu „In The Mirror“ gibt es aber wieder Vollgas, was schließlich der Gitarrengurt mit Arbeitsverweigerung bestraft und sich von dannen machen will. Etwas verstehen kann man dies, so viel geballte Energie ist wohl auf Dauer für jede Halterung zu viel. Lofi überbrückt die Zwangspause durch Konversation mit dem Publikum, nachdem zügig festgestellt wird das es allen gut geht und auch ausreichend Getränke vorhanden sind, freut er sich nochmals heute in Dresden zu sein. Medina stellt während der längeren Ansprache fest, dass dies genau der Grund sei, warum sie ihn nicht auf dem Monitor haben will und fügt in einem rührseligen Moment hinzu, wie gerne sie diesen Typen am Schlagzeug doch hat. Daraufhin wird nun gebeten, die letzten Minuten schnell zu vergessen, will man aber gar nicht, zu sympathisch kommen die Österreicher hier herüber, auch wenn man sich dann wieder an dem Musikexpress erfreuen kann. White Miles legen auch weiterhin den Schwerpunkt auf ihr neues Album, von dem ebenfalls der letzte Song „Crazy Horse“ kommt.

Das Bedauern über den Abschied wird mit Zugabe-Rufen weggespült und tatsächlich legt das Duo mit „Fake Smile“ und „Into Your Spell“ noch zwei Titel nach. Bei Letzteren lässt es sich Medina nicht nehmen, einen Ausflug ins Publikum zu wagen und dort kniend weiterzuspielen. Das Finale des Songs gibt es allerdings wieder gemeinsam auf der Bühne, von welcher sich Whites Miles unter reichlich Applaus verabschieden. Und selbst wenn sehr wenig Zuschauer dem Gig beiwohnten, kann man dies nur als absolut grandioses wie auch krasses Konzert einstufen.

Setlist:

Can’t Stop
Feinripp
A Good Pennyworth
Hashmoney
Hell Of A Woman
Insane To The Bone
In The Mirror
Keep Your Trippin Wild
Sickly Nerves
A(n) Garde
River Of Gold
Crazy Horse

Fake Smile
Into Your Spell

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