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When Trees Leave Wolves, Fitches & The Hellboys im Konzert (Oberhausen, September 2015)

Rock Music Revolution Part I im Kulttempel

Aller Anfang ist schwer, so auch im Kulttempel in Oberhausen, wenn es denn heißt, hier im Pott eine neue Konzertreihe an den Start zu bringen. „Rock Music Revolution“, so das Konzept, startet mit der ersten Auflage und bietet drei Undergroundbands an: The Hellboys aus Velbert, Fitches aus Dortmund und When Trees Leave Wolves aus Aachen. Wie schwer es ist, quasi bei Null anzufangen und nicht wenigstens einen zugkräftigen Heradliner einzuspannen, wird dann leider an diesem Freitagabend deutlich, denn fast schon erwartungsgemäß sind die Rockjünger im Konzert-technisch voll ausgelasteten Ruhrgebiet nur selten auf die Entdeckung neuer Talente vorbereitet. Wobei: So neu sind ja nun nicht alle Bands heute Abend, aber kleine Schritte auf der Erfolgsleiter tun halt auch mal weh. Die Stimmung ist trotzdem gut, Neuland gibt es reichlich, so bleibt die Hoffnung, sich nicht vom mauen Besuchsergebnis der ersten Auflage entmutigen zu lassen. Die alte Organisations-Binsenweisheit schlägt halt voll durch: Ein bisschen Durchhaltewillen muss man schon beweisen.

The Hellboys

Sich rar machen kann ja ein probates Mittel sein, um in der Heimat nicht an jeder Steckdose zu spielen, de facto aber waren die Velberados The Hellboys irgendwie schon weg vom Fenster, dabei hatten sie doch schon 2009 mit der noch immer aktuellen CD „FireFireFire“ den Titel „Demo des Monats“ im damaligen Metal Hammer abstauben können. Als dann noch im März die Höllenjungen auf Bassistensuche gehen mussten, da stand das Ganze dann auch vor dem endgültigen Aus.

So weit ist es ja nun nicht gekommen, im Mai konnten sie dann vermelden, dass Tieftonrupfer Macke (ex-Vanize, ex-Majesty, ex-U.D.O.) den vakanten Posten füllt, sodass es dann auch wieder an der Livefront Neues geben soll. Und Neues haben die Vier dann auch mitgebracht, denn glatt vier Nummern, die laut Frontmann Smai-Lee irgendwann auf der neuen CD Ende 2019 erscheinen sollen, stellen sie heute auch live vor.

Humor über sich selbst ist natürlich bei ihnen auch ganz oben angesiedelt, denn mit einem „Willkommen zum Comeback des Comebacks der Hellboys“ zitiert der Sänger gleich mal das Gespräch mit dem The-Pit.de-Vertreter vor Ort (wie wurden die Copyrights beachtet? Anm. d. Red.), bevor es mit den beiden altbekannten Nummern „Coughin' Up“ und „Evil And Horny“ auch endlich losgeht. Was Smai-Lee dann auf keinen Fall verlernt hat, ist das Quatschen, das fließt nur so aus ihm heraus. Schnell mal Werbung für das Nikolaut Festival 2015 machen, indem er bei „Electro Baby“ kurzerhand darauf hinweist und den Song gleich der Band widmet, oder aber das neckische Wortspielchen, als Macke plötzlich vor „You Got It“ von der Bühne verschwindet - „so ist das mit den Neuen“.

Geboren für die Bühne, mit „Let's Go To Hell, Boys!“ einen der wohl gelungensten Rock'n'Roll-Smasher überhaupt, das verdient dann auch vor Ort mit kleinem Publikum ordentlichen Applaus. „Das ist ja fast Ekstase“, mischt sich Macke verbal ein und zeigt so auf, dass er sich bei dem Chaotenhaufen offensichtlich wohl fühlt. Eigentlich müssen die Herren nur noch am Ball bleiben, dann wird das auch wieder was.

Setlist:

Coughin' Up
Evil And Horny
You Got It
Frank Drebin
Let's Go To Hell, Boys!
On The Fast Lane
(Ballad Of A) Lonesome Rider
Electro Baby
Shot Bootey
Live Wire (Mötley Crue-Cover)
Buttafucko
Firemaker

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