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Wheel, Enojado & Wooden Steel im Konzert (Werl, Juni 2021)

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Souveräne Wheel

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Wheel

Gerade erst im April haben die Dortmunder Doomer Wheel mit „Preserved In Time“ nach acht Jahren „Pause“ ihren dritten Longplayer herausgehauen, und zack – schon haben sie die Gelegenheit, live zu spielen. Warum nicht also das Ganze quasi als Release-Show umfunktionieren? Genau das scheinen sich die Vier dort auf der Bühne gedacht zu haben, zocken sie doch ohne großen Firlefanz ihr neues Werk komplett ohne große Pausen, lediglich mal unterbrochen durch ein kurzes „Dankeschön“ durch Frontmann Arkadius, der immer wieder ein wenig introvertiert und wie nur für sich singend agiert und trotzdem unter seinem Kapuzenpulli eine gute Figur macht.

Doom Metal ist ja eher nicht die Spielweise für die komplette Ausrastung, da können die Fans auch auf den Sitzen gepflegt mit dem Kopf im Takt nicken – mutet trotzdem ein wenig befremdlich an, wie sie dort in den ersten fünf sechs Reihen stereotyp ihre „Schaukelbewegungen“ vollziehen. Lediglich in den hinteren Reihen sind ein paar wenige schon stark angeheiterte bis strunzbesoffene Fans mit Luftgitarre und fliegender Matte zu sichten. Ordentlich Applaus, viel zu schnell scheinen die gut 50 Minuten schon vorbei, als Arkadius mit einem „vielen Dank, wir werden jetzt eine kurze Pause machen und dann noch drei vier Songs spielen“ eine Quasi-Zäsur zur Überraschung vieler einbaut. Die komplette neue Scheibe hat aber eben noch lange nicht alle Anwesenden in den Bann gezogen, denn nicht alle sind beinharte DoomjüngerInnen, was dann eben auch dazu führt, dass Enojado sich als Überraschungssieger sehen dürfen – zumindest beim eher neutraler eingestellten Fan.

Die Doom-JüngerInnen ficht das aber nicht an, vielmehr dürfen sie nach einer doch kurz gehaltenen Pause Songs aus dem früheren Wheel-Fundus genießen. Den Auftakt macht das von einem Intro eingeleitet „The Mills Of God“ vom seinerzeit 2010 veröffentlichen Debütalbum, überraschender dagegen dürfte dann noch „Ethereal Sleep“ (damals zu Urzeiten noch als Bandname dienend, bevor man das Rad der eigenen Historie drehte) von der ersten und einzigen Demo von 2009 sein – den Wheel-Fans gefällt das, vor allem weil es im Finale mit „Frozen Sun“ noch eine ungeplante Zugabe gibt. Eine Nacht, an der sich viele noch erinnern werden, weil es möglicherweise dann doch der Auftakt für Liveshows und eine neue Normalität ist, die man vor wenigen Wochen noch nicht auf dem Schirm hatte.

Setlist:

At Night They Came Upon Us
When The Shadow Takes You Over
After All
She Left In Silence
Aeon Of Darkness
Hero Of The Weak
Deadalus
Intro
The Mills Of God
Ethereal Sleep
To My Love Departed
Icarus
-----------
Frozen Sun

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