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We Butter The Bread With Butter, Shoot The Girl First, Devil Sold His Soul, Yashin im Konzert (Bochum, Oktober 2013)

Vom Moshpit bis Teenie-Alarm unter den Augen der Eltern

WBTBWB räumen gewaltig ab

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We Butter The Bread With Butter

Ganz anders als am kompletten Abend sieht es dann natürlich beim Headliner We Butter The Bread With Butter – dessen deutsche Übersetzung sogar von an Demenz erkrankten Seniorinnen behalten wird – aus, denn schon während der Umbaupause nimmt der Druck auf die ganz vorne postierten Fans zu, drängt doch alles einfach noch ein Stückchen mehr, später springen einige Fans in bester Hardcore-Manier gen Mikrofon, um sich dort mit einem Brüller ins Konzertgeschehen einzumischen.

Natürlich muss man schon einen besonderen Humor haben, um sich das Berliner Quartett nicht schönreden zu müssen. Was für den Metaller die explizite Lyrik von J.B.O. ist, so darf sich der Core/Grind-Anhänger gerne auf We Butter The Bread With Butter stürzen, die ja nur allzu gerne diverse Kinderlieder in ein schredderndes Gewand packen.

„Bochum, ihr seid unglaublich“, so Fronter Paul wegen der unbändigen Energie, die von den Teenies Richtung Bühne getrieben wird. Und nicht wenige der Anwesenden beweisen sich als komplett textsicher, was man auch locker vorspielen kann, da man nur bedingt das Deathcore-Gebrüll versteht. Dabei steht das Mitsingen noch nicht einmal im Vordergrund, denn alle sind damit beschäftigt, Pauls Anweisungen auch umzusetzen. „Lasst die Hände oben, so die eindeutige Animation bei „Meine Brille“, bei „Schlaf Kindlein schlaf“ wird die Zeitlupenschleife eingebaut, der Moshpit entflammt seine zerstörerischen Kräfte und natürlich wird dort nicht nur fair geschoben, sondern auch ein paar Vertreter der Ruder- und Kickboxer-Vereinigung sind ebenfalls zugegen.

„Könnt ihr noch?“ will Paul wissen, einen Blick auf den Teenie-Ausnahmezustand werfend, schnell die hinteren Reihen mit einbindend und schon kracht mit „Oh Mama mach Kartoffelsalat“ ein weiterer derber Batzen über das aufjubelnde Publikum hinweg. „Superföhn Bananendate“ ist dann der Garant zum Mitklatschen und ein noch heftigerer Moshpit, „Ohne Herz“ liefert dann den Blick auf hunderte im Takt winkende Fans. Klar, Zugabe ist heute Pflicht, zumal sie auch noch lautstark eingefordert wird. Der Matrix-Tatort geht mit zwei Tracks in die Verlängerung. Ein letzter Circle Pit bei „World Of Warcraft“ und schon startet kurz nach der Verabschiedung das Phänomen, wie schnell sich eine gut gefüllte Konzerthalle leeren kann – schön von den Thekenkräften bestaunt, die heute wahrlich eine ruhige Kugel schieben konnten.

Setlist:

Super Mighty Kickass Turbo Intro
Pyroman & Astronaut
Der kleine Vampir
Backe backe Kuchen
Schlaf Kindlein schlaf
Meine Brille
Oh Mama mach Kartoffelsalat
Breekachu
Superföhn Bananendate
Makellos
Remmidemmi (Deichkind-Cover)
Viva Mariposa
Alle meine Entchen
Super heiss ins Trommelfell
Hänschen Klein
Das Uhrwerk
Ohne Herz
13 Wünsche
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Alles was ich will
World Of Warcraft

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