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Wave-Gotik-Treffen 2011

Leipzig vom 9. bis 13. Juni 2011

Fabelhafte Kreaturen bevölkern das Heidnische Dorf

Zum Thema

Die Locations

Sklavenmarkt im Heidnischen Dorf, das meinen die Programmschreiber ernst. So manche Jungfrau hat sich dort schon versteigern lassen. Die Lokalität befindet sich etwas versteckt hinter dem Agra-Gelände in schönem, etwas waldigem Grün. Natürlich gibt es auch hier Fressbuden, Bierstände und Händler jeder Couleur, aber eben alles mittelalterlich, weswegen auch eher Met aus Tonkrügen als Bier aus dem Plastikbecher konsumiert wird. Unter Bäumen gelegen eignet sich dieser Ort hervorragend, um zu rasten und sich einen Augenblick vom Getümmel zu erholen. Abends wurden auf dem sehr schön hergerichteten Gelände auch noch Feuer angesteckt, wodurch es erst richtig gemütlich wurde.

Im Gegensatz zum restlichen Festivalgelände bzw. den dazugehörigen Locations konnten, gegen einen gewissen Wegzoll, auch Menschen ohne weiß-lilanem WGT-Bändchen die Tore zum Dorf durchschreiten. Das machte sich spätestens Samstag beim Nachtkonzert von Faun schmerzlich bemerkbar, denn der eher kleine Platz vor der Bühne war hoffnungslos überlaufen. Neben Faun spielten auf den beiden kleinen Bühnen unter anderem noch Heidevolk, Finsterforst, Gernotshagen und Rabenschrey. Konzertbericht von letzteren findet ihr weiter unten in diesem Bericht.

Zu bemängeln gab es leider die eindeutig zu frühen Schließzeiten, denn teilweise kannten die Securities ab halb zwölf kein Erbarmen mehr und verwehrten den Einlass. Selbst wenn man zu den Glücklichen gehörte, die sich schon im Inneren des “Heidnischen Dorfes & Gotenlager” befanden, wurde man trotzdem gegen halb zwei rausgekehrt, egal wie gesellig die Lagerfeuer-Runde auch sein mochte.

Die kleinere Ausführung vom Heidnischen Dorf gab es in der Stadt auch als Mittelaltermarkt (Wonnemond genannt) auf der Dachterasse der Moritzbastei. Für die wenigen Stände und die kleine Bühne mit feiner Mittelaltermusik wurde aber Eintritt verlangt und so blieb es moderat gefüllt auf der doch sehr begrenzten Fläche. Tagsüber war man nämlich im Umfeld der Moritzbastei durch die zentrale Lage weniger unter sich, sondern umringt von einer Menge Schaulustigen.
Unter der Moritzbastei darf man sich ein großes historisches Kellergewölbe vorstellen, welches zum Teil Ausmaße einer unterirdischen Kapelle annimmt. Für Erstbesucher durchaus zum Verirren, wenn der Laden so voller Leute wie beim WGT ist. In jedem Fall kann man es dort aushalten, dank drei verschiedener Floors, der Kantine, dem Innenhof, jeder Menge (Cocktail-) Bars und gemütlichen Sitzmöglichkeiten. Zu später Stunde war diese Location mehr als gut besucht und verschiedene DJs und Live-Acts wie Menschdefekt oder Das Präperat heizten der Menge ein.

Leipzigs Innenstadt ist ziemlich verwinkelt und hat sowohl Altes als auch Neues zu bieten. Neben historischen Gebäuden, wie beispielsweise dem alten Rathaus, der Lutherkirche, der Sixtina oder dem Grassi-Museum erheben sich neue große Einkaufszentren. Viel Festivalbesucher nutzten die Innenstadt zum Promenieren mit ihren schönen und / oder kreativen Outfits. Das Schöne an diesem Wochenende ist, dass man positiv, statt wie sonst, negativ auffällt. Ständig bitten Einheimische oder Touristen die wundersamen Gestalten, mal ein Foto machen zu dürfen und dann wird sich natürlich ordentlich in Pose geworfen. Wirklich ein Zusammentreffen der Welten, wenn man bedenkt, dass das Wave-Gotik-Treffen nicht das einzige Event am Pfingstwochenende ist. Sei es das Stadtfest, die Fußball-WM 2006 oder wie dieses Jahr das Bachfest.

Natürlich findet man viele Festivalbesucher zum Shoppen vor Läden wie dem “X-trax” oder dem “Gotik und Schach”. Aber auch an anderen Ecken scharrten sich die WGTler, so zum Beispiel an und in der “Absintheri Sixtina” oder Locations wie dem, in einer Seitenstraße verstecktem, Krystallpalast. Letzterer war leider zu klein, um den Andrang für “Leuchtende Liebe, lachender Tod” (Wort-Gesang-Klavier & Burlesque) zu bewältigen.

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