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Wave-Gotik-Treffen 2011

Leipzig vom 9. bis 13. Juni 2011

Gemütliches Zusammensitzen an der Agra

Zum Thema

Das Festival

Als im Mai 1992 das erste Wave-Gothic-Treffen (so wurde es damals noch geschrieben) stattfand, hätte vermutlich niemand daran gedacht, dass es einmal ein 20-jähriges Jubiläum geben würde. Anfangs als “Schwarzer Karneval” von den Medien verschrien und von den Bürgern Leipzigs bestenfalls kritisch beobachtet, entwickelte sich das WGT über die Jahre zu einem der wichtigsten Events und dem größten Festival der schwarzen Szene.

Wer das Wort Festival hört, denkt im ersten Moment wahrscheinlich an Zeltreihen auf einem abgelegenem Feld, mit Bierkästen, Fressbuden, Dixis und ungewaschenen Menschenmengen, die sich mehrere Tage von einer Bühne zur nächsten drängeln. Das trifft beim WGT nur geringfügig zu. Schließlich geht es nicht nur um Musik, sondern auch um die Menschen und die schwarze Kultur, die sie leben. Darum, etwas ausleben zu können, wofür im Alltag nur die wenigsten Platz haben. Während dieses langen Pfingstwochenendes darf man in eine Rolle schlüpfen, vielleicht sogar sein wahres Ich zeigen. Die Musik bzw. Konzerte, Lesungen, Vorstellungen, Rollenspiele und so weiter bilden dafür den passenden Rahmen.

Es beginnt damit, dass das Festival nicht nur an einem Standort stattfindet, sondern auf ganz Leipzig verteilt ist. Die Menge und Art der Locations und Veranstaltungen ist schier unerschöpflich - mehr als genug, um auch nach mehreren Jahren beim Wave-Gotik-Treffen noch Neues entdecken zu können. Hier alle zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, aber einige der wichtigeren stellen wir jetzt kurz vor.

Unter dem bei Festivalbesuchern gebräuchlichen Begriff Agra kann man so einiges verstehen. Gemeint ist das große Agramessegelände im Süden Leipzigs. Es ist sozusagen das Herz des Festivals und wenn man sich dort aufhält, bekommt man auch das typische Festivalfeeling: Zelte über Zelte neben den wohlbekannten Dixies, Bierständen und Fressbuden wie auf dem Jahrmarkt, ein große Shopping-Messehalle für alles, was das schwarze Herz begehrt, ein Café, eine Disco und nicht zu vergessen die große Konzerthalle - die im übrigen ebenfalls eine Menge Bierstände, eine Cocktailbar und Fressbuden beinhaltet.

Einige kleine, aber feine Unterschiede zu anderen Festivals lassen sich aber nicht von der Hand weisen - allem voran natürlich die lange “Flaniermeile”, an deren Seiten ordentlich gewandete WGTler ihr Wiedersehen bequatschen und zusammen mit den Fotografen große Augen machen ob der vorbeilaufenden, menschlichen Kunstwerke. Unter anderem findet sich auch ein kleiner Kindergarten, ein orientalisches Shishazelt (das unerwarteterweise sehr gut ankam) und einen vom Glimmstengel-Vetreter ihres Vertrauens gestifteter Schmink- und Stylepavillion. Welches andere Festival hat und braucht das schon?

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