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Watain, Deströyer 666, Otargos im Konzert (Essen, September 2010)

Black Metal der Extra-Klasse wird gebührend zelebriert

Watain: Bieten eine Show, die in den Bann zieht

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Deströyer 666

Weiter geht es den Akteuren aus Down Under, einem Land, das man weniger mit Metal in Verbindung bringt, und erst recht nicht mit Black Metal. Deströyer 666 werden die Fans auch nicht mit reinem Black Metal bedienen. Der spielt in ihrer Musik nur eine Nebenrolle. Die Hauptrollen haben Thrash- und Death Metal, der mit einer rasenden Geschwindigkeit und „Sons Of Peridition“ für Massen-Headbangen sorgt. Nachdem es um Deströyer 666 in den vergangenen sieben Jahren gewaltig ruhig, für viele viel zu ruhig war, kehrten sie im letzten Jahr mit dem starken Album „Defiance“ zurück.

Viele Besucher des Essener Turock scheinen sich diesen Moment herbei gesehnt zu haben, denn nicht nur die Band ist voll bei der Sache und zelebriert ihren Auftritt vor einer großen Anzahl Fans, sondern auch diese lassen sich von den Klängen der Tracks „Raped“ und „The Calling“ voll in ihren Bann ziehen. Die Stimmung ist wesentlich besser und lebhafter als zuvor, auch wenn die Black Metaller nach wie vor nicht für ihre ekstatischen Ausbrüche in Form von Jubel und Bewegung zu bewundern sind. Dafür scheinen sie umso besser ihre Stimme erheben zu können und legen sich so bei „Satans Hammer“ gesanglich voll ins Zeug. Auf der Bühne geht es bei Deströyer 666 ganz offensichtlich um das Wesentliche. Keine aufgemalte Fassade, kein aufwendiges Outfit und keine extravagante Deko auf der Bühne.

Trotz dieser minimalistischen Aufmachung funktionieren die vier Australier wie eine Splitterbombe und können bis in die letzte Ecke eindringen und überzeugen. Ganz nach ihrem Motto „Beware! Aware! War!“ holzen sie mit einer gewaltigen und schnellen Wucht alles kurz und klein, was nicht niet- und nagelfest ist. So wie das besonders thrashige „Black City“ von dem 2002er Album „Cold Steel…For An Iron Age“. Das beinahe epische und von Gitarren geleitete „The Eternal Glory Of War“ zieht schließlich den Schlussstrich unter den Auftritt von den hochmotivierten Deströyer 666, denen die etwas längere Pause mit Sicherheit in keiner Weise Einbußen beschert hat, sondern eher zu neuer, zerstörerischer Power.

Setlist:

1. Sons Of Peridition
2. Raped
3. The Calling
4. Satans Hammer
5. War God (3)
6. I Am Not Deceived
7. Black City
8. Trial
9. The Eternal Glory Of War

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