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Watain, Deströyer 666, Otargos im Konzert (Essen, September 2010)

Black Metal der Extra-Klasse wird gebührend zelebriert

Deströyer 666: Kommen mit voller Energie aus einer langen Pause

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Heute Abend versammelt sich im Essener Turock das Böse, das seine dunkle Musik auf hunderte Fans einwirken lassen möchte. Das Label Seasons Of Mist schickt drei ihrer Düster-Combos gemeinsam auf die Reaping Death Tour, um die schwarzen Metal-Seelen selig zu stimmen. Der heutiger Anlaufpunkt bietet zwischen seinen düsteren Wänden den hunderten Black-Metal-Fans einen einladenden Bunker, um das Konzert ordentlich zu zelebrieren.

Otargos

Den Anfang machen die Franzosen Otargos, die zwar bereits vor einem satten Publikum auf die Bühne treten können, welches allerdings noch nicht allzu viel Energie auf die unbekannten Black-Metaller verschwenden möchte. Ein dezenter Applaus geleitet die vier düsteren Gestalten zum Ort des Geschehens, welche ihren Auftritt mit „Dawn Of The Ethereal Monolith“ eröffnen. Der Song des Albums „Fuck God – Disease Process“ zeigt dem abwartenden Publikum direkt mal, wo es heute Abend lang gehen wird. Düstere, kalte Melodien, werden von einer fies krächzenden Stimme und galoppierenden Drums begleitet.

Nicht weniger fies geht es mit „Unaltered Negative God“ weiter. Damit können Otargos eine kräftige Duftmarke setzten, die den ersten Besuchern in die Nase kriecht. Der Look der Franzosen rundet die Sache letztendlich gelungen ab. Mit reichlich weißer und schwarzer Schminke am Körper, gewürzt mit dem passenden Bühnenoutfit, bilden Otargos ein kühles, Eindruck schindendes Bild auf der Turock-Bühne, zu dessen Füßen die Black-Metal-Fans folgend mit dem französischen Titel „La Genese De Dieu“ berieselt werden. Der abwechslungsreiche Song ist, so wie beinahe jedes Lied, gespickt mit Blasts und Rohheit, die zu überzeugen wissen. All dies bringt das Publikum zwar nicht in Ektase, aber wenigstens die ersten Reihen genießen den Auftritt, der mit „Worship Industrialized“, „Origin“ und „Cloning The Divine“ besonders mit Tracks von der brandaktuellen Rillenscheibe „No God – No Satan“ in den düsteren Bann ziehen. Die Gitarren von Kernuun und Dagoth bereiten eine melodische Aggressivität, die stets von Dagoths hässlicher Stimme begleitet wird.

Zum bitteren Ende hin scheppert „Kinetic Zero“ wie ein alles vernichtender Hagelsturm über die Köpfe der Metaller, bevor das Ende mit dem finalen „Cloning The Divine“ beendet wird. Zwar konnten Otargos trotz eines guten Auftritts nur einen schmalen Beifall ernten, gute Musik haben sie dennoch außer Frage geboten.

Setlist:

1. Dawn Of The Ethereal Monolith
2. Unaltered Negative God
3. La Genese De Dieu
4. Worship Industrialized
5. Nullabsolut
6. Origin
7. Kinetic Zero
8. Cloning The Divine

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