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W.A.S.P., Sapiency, Steel Engraved im Konzert (Köln, August 2011)

Das Kölner Publikum scheint wirklich nur ein Herz für Headliner zu haben

W.A.S.P. spielen nur knapp eine Stunde

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W.A.S.P.

Nachdem die beiden Vorbands zumindest für das Kölner Publikum nicht der Bringer waren, ist es recht erstaunlich, wie schnell die Kölsche Gelassenheit doch abgelegt werden kann. Die Fans drängen schon früh in der Umbaupause nach vorn und müssen warten – unnötig lange und doch wie gehabt, aber kein Piff oder anderweitige Unmutsbekundungen durchdringen das vorfreudige Gewusel.

Endlich, W.A.S.P. springen auf die Bühne, und wie schon vor knapp zehn Monaten in der Essigfabrik starten sie mit „On Your Knees“ und „The Real Me“ als Doppelpack. Viel haben die US-Ex-Schock-Rocker jedenfalls auch bei dem diesjährigen Tourabstecher nicht geändert – die Drehbewegungen bei den Seitenwechseln, wie gehabt, die zum jeweiligen Song passenden Leindwandprojektionen, geschenkt, doch die Setlist haben sie dann doch nicht nur umgestellt, sondern auch andere Songs eingebaut.

Die Truppe hinterlässt wieder einen richtig fitten Eindruck, Gitarrist Doug Blair lässt es sich natürlich nicht nehmen, seinen durchtrainierten Körper ab „L.O.V.E. Machine“ oben ohne zu präsentieren, während Blackie seine humoristische Seite nach außen kehrt und bei „Wild Child“ genauso wie auf der Leinwand seine Haare rauft, nachdem er sich die Szene für einige Sekunden ansah (wobei im Club auch noch schön der beleuchtete „Tunnel der Liebe“-Kasten eine stylische Note einbringt). Gänzlich neu ist allerdings, wie er mit dem Publikum förmlich flirtet und bei der Zugabe nachhakt, was er denn spielen soll, um dann aber doch wie schon letztes Jahr auf die beiden bewährten Rausschmeißer „Heaven’s Hung In Black“ und „Blind In Texas“ zurückzugreifen – natürlich ist „Blind in Texas“ die wahre Stimmungskanone und zaubert dann doch noch ein Lächeln auf die Besuchergesichter, obwohl nach knapp einer Stunde der W.A.S.P.-Budenzauber wieder vorbei ist. Zuvor schon können sie aber mit dem Dauerhit „I Wanna Be Somebody“ für ein Meer aus Pommesgabeln und laut krächzende Kehlen sorgen – es fehlt eigentlich nur noch ein anständiges Headbangervolk, das auch die Matten bis zum Anschlag schüttelt, doch diese Gemeinschaft war eindeutig in der Unterzahl.

Gespannt sein darf die Bangerschaft jetzt, wie sich denn W.A.S.P. auf dem Rock Hard Festival 2012 schlagen werden; die Bestätigung liegt ja schon vor. Solange aber Fans nach dem Schlage „Einmal im Jahr muss ich mir W.A.S.P. live geben“ durch die Metalwelt flirren, ist doch alles in bester „The Idol“-Ordnung.

Setlist:

On Your Knees
The Real Me
L.O.V.E. Machine
Crazy
Babylon’s Burning
Wild Child
Hellion/ Dr. Rockter/ Scream Until You Like It
The Idol
I Wanna Be Somebody
Heaven’s Hung In Black
Blind In Texas

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