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W.A.S.P., Sapiency, Steel Engraved im Konzert (Köln, August 2011)

Das Kölner Publikum scheint wirklich nur ein Herz für Headliner zu haben

Steel Engraved können die Kölner Lethargie nicht erschüttern

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W.A.S.P. kommen zehn Monate nach ihrem letzten Abstecher wieder auf Tour und noch immer beschäftigt viele Fans, wie viel nun denn vom Band kommt oder wirklich live gespielt wir. Für ihren Zwischenstopp in Köln haben sie sich zudem einen Club ausgesucht, der bisher so gar nicht auf der Karte der Metalkonzerte in Erscheinung trat – die Kantine glänzt vielmehr auf ihrer Homepage mit der Werbung für Ü 30-Parties.

Zur Überraschung der Fans, die zum ersten Male der Kantine einen Besuch abstatten, hat der Club richtig viel Flair und sieht auch für Metalkonzerte richtig heimelig aus – mal sehen, wie der Abend hier so wird; Black Stone Cherry spielen im Herbst dort auch. Den Support für die komplette Tour stellen Steel Engraved aus Passau und die Frankfurter Sapiency.

Steel Engraved

Entgegen dem Tourflyer liegt es bei den Süddeutschen Steel Engraved, die Show in Köln zu beginnen. Die Passauer hatten ja schon auf ihrer letztjährigen Tour mit Circle II Circle überzeugen können, und demnächst steht ja auch noch ein Abstecher in die Tschechische Republik im Vorprogramm der Power-Metal-Veteranen Vicious Rumors an.

Voller Elan kommen sie auf die Bühne gestürmt, stehen sich dabei fast im Weg, weil ihnen das riesige Schlagzeug von W.A.S.P. einfach jede Freiheit raubt, und obwohl der Club schon mit den ersten 200 Fans gefüllt ist, werden sie fast durchgehend schlichtweg ignoriert. Nur einige wenige haben sich direkt an den Bühnenrand begeben, die meisten halten sich im hinteren Teil in Thekennähe auf.

Eigentlich unverständlich, da sie mit ihrer eindeutig Achtziger-Jahre-inspirierten Mucke sehr gut zu den alten Haudegen W.A.S.P. passen, doch die Ignoranz obsiegt einmal mehr, wenn Vorbands auf der Bühne stehen. Dabei haben Steel Engraved eigentlich mit „The Martyr“ einen richtigen Heavy-Stampfer hervorgeholt, Fronter Marco setzt stimmlich ein positives Ausrufezeichen und seine Nebenleute spielen solide, wobei Bassist Zippo rein posingtechnisch bei den beengten Verhältnissen etwas herausragt.

Leider schaffen es Steel Engraved nicht wirklich, dass arg reservierte Publikum aufzumuntern, wobei Marco das ganze Stimmungsrepertoire auspackt: „Ich hoffe, wir haben heute Abend eine geile Metal Party – seid ihr gut drauf?“, doch die Resonanz ist auch bei dem mit einigen Savatage-ähnlichen Schreien durchsetzten „Godspeed“ sehr bescheiden. Marco lässt nicht locker und animiert die Anwesenden bei „Black Gold“ zur Powerfaust, doch es bleibt einfach übersichtlich.

Mit „Stainless Steel“ kredenzen die Jungs auch einen fetten Power-Metal-Track, doch mehr nach dem Motto „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ können sie lediglich zwei Fäuste mehr ernten, die „Whoohoo“-Chöre sind kaum der Rede wert und stellen auch den letzten Mitmachversuch des Quintetts dar. Entgegen der ausliegenden Setlist spielen sie mit „I Am The War“ und vor allem dem superben „Wylde Rhoads“ zwei weitere Tracks – mit letzterem können sie dann auch den bisher besten Applaus einheimsen. Köln scheint für Steel Engraved nicht das richtige Pflaster zu sein.

Setlist:

Dead Of Night
The Martyr
Godspeed
Black Gold
Stainless Steel
I Am The War
Wylde Rhoads

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