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Warrel Dane und Tyron im Konzert (Bochum, September 2016)

Wenn Helden gehen müssen...

Tyron wissen zu gefallen

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Ein denkwürdiger Abend allemal...und für viele eine weitere Stufe vom Ende eines Warrel Dane. Da darf dann ruhig das Fanherz aufschreien, da darf man selbst Tränen vergießen oder einfach nur Mitleid haben, und vielleicht denkt der eine oder andere auch etwas anders über den eigenen Alkoholkonsum...alles drin.

Tyron

Zuerst aber zu den Siegburgern Tyron, die hier schon einen ersten positiven Eindruck mit ihrer 2014 veröffentlichten 3-Track-Promo-EP ablieferen konnten, womit man sich seinerzeit auch auf Labelsuche machte und in Iron Shield Records nun auch ein Zuhause für das Full-Length-Debüt „Rebels Shall Conquer“ gefunden hat – das Release ist zwar erst für den 14. Oktober 2016 vorgesehen, die Truppe hat aber schon ein paar erste Exemplare am Merchtisch ausliegen.

Vorher aber zur Show, der es insgesamt an Dynamik fehlt und ein bisschen selbstgefällig wirkt, wobei das anfänglich skeptische Publikum immer mehr mitgenommen und überzeugt wird, was man dann nicht nur am gestiegenen Applaus festmachen kann. Gut, wie so oft ist auch im Rockpalast die kleine magische Grenze vor der Bühne, das „nicht betreten Gebiet“, was dann auch konsequent von allen eingehalten wird – ausreichend Platz für den einzigen Fotografen vor Ort.

„Hallo Bochum, wir sind Tyron und freuen uns sehr, heute hier für euch spielen zu dürfen“, lässt uns Frontmann Pavlos wissen, der gesangstechnisch schon zu überzeugen weiß, seine Defizite im Punkto Stageacting allerdings nicht verstecken kann, lediglich Bassist Lars legt ein paar Hüpfeinlagen ein, das war es dann aber auch schon. Dabei bietet der melodische Thrash Metal eigentlich genug Angriffspunkte fürs Ausrasten, der leichte Hetfield-Touch ist da ebenso wenig wegzudiskutieren wie der Eindruck bei „Sick Of It All“, dass Tyron hier eine Coverversion zocken, was aber nicht der Fall ist. „Ihr seid das beste Publikum...“ setzt Pavlos zur Lobhudelei an und muss lachend zugeben, dass es doch eigentlich erst später kommen soll – ein geschickt platzierter Witz, der seine Wirkung vor den gut 120 Anwesenden nicht verfehlt. Den fetten Applaus nach dem Rausschmeißer „Hollister Riot“ haben sie sich dann auch verdient.

Setlist:

The Beast Inside
Maverick
Blazing Trail
Mens Fate
Sick Of It All
From Preay To Predator
Hollister Riot

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