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Warfield Within, Backfired.Hate im Konzert (Mönchengladbach, Juli 2012)

Von erzwungenen Zugaben und missglückten Verlosungen

Backfired.Hate konnten durch sicheres Auftreten und Spielfreude überzeugen

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Am Freitag, dem 6. Juni, fand in Mönchengladbach eine der offiziellen Warm-Up-Parties zum diesjährigen Wacken Open Air statt. Für dieses Event wurde der Roots Club auserkoren und mit ihm zwei hochkarätige Bands, welche die Menge an diesem Tag bespielen und schon mal in Festivalstimmung versetzen sollten, nämlich Backfired.Hate und Warfield Within. Im Anschluss gab es wie an jedem ersten Freitag im Club die Metalmania-Party und neben den Live-Acts gab es auch noch ein paar nette Wacken-Preise zu gewinnen. Für fünf Euro Eintritt und Happy Hour um 0 Uhr ließen sich das die Gladbacher nicht zweimal sagen und so war der Club an diesem Abend auch relativ gut besucht. Dazu muss man allerdings sagen, dass viele der Anwesenden auch viel eher wegen Warfield Within erschienen sind, die ja zur Zeit ihr neues Album aufnehmen und passend dazu am Freitag erstmals neues Material vorgestellt haben.

Backfired.Hate

Den Anfang machen an diesem Abend Backfired.Hate aus Heiligenhaus, die eine ganz eigene Mixtour aus thrashigen Riffs, Grooves und Breakdowns, den sie selbst schlicht und einfach als Modern Metal bezeichnen, spielen. Gegründet im Jahre 2008 ist die Truppe zwar schon eine Weile im Underground-Gefilde unterwegs, viel von ihr gehört hat man allerdings ehrlich gesagt bisher noch nicht. Das soll sich aber heute ändern.

Die fünf Musiker treten nämlich überraschend stark auf und legen von Beginn an eine enorme Bühnenpräsenz an den Tag. Nach eigener Aussage ist es Hauptziel der Band, Spaß zu haben und einfach mit dem Publikum abzurocken und genauso kommen sie auch rüber. Der Club ist noch nicht voll, doch bereits um die Uhrzeit haben sich schon eine Reihe an Zuschauern vor der Bühne versammelt, allerdings wird bis auf ein oder zwei Ausnahmen der Schritt direkt vor die Bühne vermieden. Die Band hingegen zockt dafür einwandfrei ihr Set mit einer überraschend guten Performance und schafft es dabei noch, die Menge ein wenig zum Mitrocken zu animieren. Dabei ist insbesondere die Leistung von Sänger Sebastian hervozuheben, der absolut keine Scheu hat und live voll in seinem Element zu sein scheint. Die Lücke zwischen Publikum und Band nimmt er kurzerhand ein, in dem er immer mal wieder vor die Bühne tritt und dort seine kräftigen Vocals zum Besten gibt.

Was vor allem auffällt ist, wie erfahren die Truppe schon auftritt. Kein Wunder, sind vier Mitglieder vor der Bandgründung bereits mit einer anderen Gruppe unterwegs gewesen, die sich Damage Done nennt. Und auch wenn man mit der Mucke nicht viel am Hut hat und sich mit den immer wiederkehrenden Breakdowns nicht anfreunden kann, muss man der Band doch eins lassen: Live haben sie einiges auf dem Kasten und liefern eine gelungene Show ab, das wird an diesem Freitag bewiesen.

Dem Publikum scheint's jedenfalls zu gefallen und nachdem mit "A Revelation Of Madness" der letze eingeplante Song gespielt wurde, ertönen sogar Zugaberufe und das Publikum will noch einen weiteren Track der Band hören. Obwohl der Auftritt eigentlich vorbei ist, können die Jungs sich dem natürlich nicht entziehen und brettern so einfach noch mal den Song "Save Yourself" als kleine Zugabe runter, ganz zur Freude der Anwesenden. Dass kein anderer Song gezockt wird, liegt daran, dass am Freitag der Schlagzeuger und der Bassist der Band andere Verpflichtungen hatten und sich deshalb Zweitgitarrist Marc an die Drums gesetzt und der Kollege Christian Johne am Bass ausgeholfen hat. In diesem Line-Up wurde bisher bloß dreimal geprobt, daher war ein anderer Song verständlicherweise nicht eingeübt. Außerdem macht sich "Save Yourself" gut als Rausschmeißer und so stört das auch keinen der Fans.

Die Jungs von Backfired.Hate haben also mit einer astreinen Show den perfekten Start in den Abend hingelegt und konnten durch ihr sicheres und vor allem selbstbewusstes Auftreten überzeugen. Die Musik konnte sich hören lassen und noch mehr die Performance der fünf Musiker. Somit darf man gespannt sein, womit die Truppe uns zukünftig noch überraschen wird, immerhin wird ja gerade das Debütalbum der Band aufgenommen, das Ende des Jahres erscheinen soll. Wer sich von neuen Elementen nicht ganz abschrecken lässt, sollte da auf jeden Fall mal einen Blick riskieren, und wer die Band live gesehen hat sowieso.

Setlist:

1. Turn It On
2. A New Beginning
3. Save Yourself
4. No One
5. Gift Or Curse
6. Annihilation Of The Worlds
7. Fire
8. A Revelation Of Madness
--------------------
9. Save Yourself

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