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Lingua Mortis Orchestra feat. Rage

Schon zum siebten Mal sind Rage beim größten Metalfestival der Welt anwesend – und es ist das zweite Mal nach 2007, dass man mit einem Orchester auftritt. Dass die Drei (vor allem Sänger/Bassist Peavy und Gitarrist Victor Smolski) schon immer einen Faible für Crossover mit klassischer Musik hatten, dürfte bekannt sein, und auch beispielsweise beim Rock Hard Festival 2010 trat die Band bereits mit einem Orchester auf.

Im Vorfeld des 2011er Werkes „21“ hatte man allerdings angekündigt, die Zusammenarbeit mit Orchestern künftig von den regulären Bandaktivitäten zu trennen, da man bei Rage wieder härtere Töne anzuschlagen gedachte. So kam es zur Gründung des Lingua Mortis Orchestras (der Name leitet sich vom Meilenstein „Lingua Mortis“ von 1996 ab), dessen Debüt „LNO“ genau einen Tag vor dem heutigen Gig veröffentlicht wurde. Da die Bezeichnung für den Auftritt unter Lingua Mortis Orchestra feat. Rage firmiert, ist es letztlich nur konsequent, dass fast ausschließlich Songs jenes Albums gespielt werden.

Mit dem Klassiker „From The Cradle To The Grave“ sowie „Empty Hollow“ von der „Strings For A Web“-Platte sind es letztlich nur zwei Stücke, die mehr als einer Handvoll der Anwesenden bekannt sein dürften – ein wenig übertreibt Frontbär Peavy da schon, als er meint, da die neue Scheibe logischerweise kaum jemand kennen würde, hätte man auch „einige altbewährte Rage-Klassiker“ am Start. Man könnte meinen, es hätten lieber noch ein paar mehr bekannte Nummern sein dürfen, aber eine Fast-Komplett-Aufführung des Albums in Liveversion ist zum Kennenlernen ja auch nicht schlecht. Wie auch immer, den Zuschauern scheint es zu gefallen, denn diese sind mit Leidenschaft dabei. Überhaupt ist es (zumindest für die späte Tages-, oder besser Nachtzeit) bemerkenswert voll, aber das sympathische Trio ist ja nun auch schon ewig lange im Geschäft und kann auf eine amtliche Fanbase zurückblicken.

Alles will jedoch nicht klappen, denn das aus Barcelona angereiste Orchester ist nicht laut genug – dasselbe Problem hatten Rage bereits auf eingangs erwähntem RHF-Auftritt und auch bei Dimmu Borgir und deren Wacken-Show 2012 gab es ähnliche Komplikationen. Das ist natürlich sehr schade, weil die klasse Arrangements so leider nicht vollständig durchkommen, leider hat man wohl nicht aus dem letzten Jahr gelernt. Dennoch lohnt sich die Show wieder mal schon allein wegen Victor Smolskis spektakulärem Gitarrenspiel; bei der zugegeben sehr schmalzigen Ballade „Lament“ greift er außerdem zum Cello.

Auch das Zusammenspiel von immerhin vier Sängern (neben Peavy selbst noch Ex-Metalium-Fronter Henning Basse sowie die beiden Chanteusen Dana Harnge und Jeanette Marchewka) glückt größtenteils. Die beiden Damen übernehmen auch selbst die eine oder andere Ansage und zeigen sich sichtlich beeindruckt vom metallischen Publikum, und Henning richtet vor „Witches’ Judge“ ebenfalls ein paar Worte an die Fans. Insgesamt im Prinzip ein guter Auftritt, aber wenn das nächste Mal so eine Orchester-Geschichte ansteht, muss selbiges auch vor Ort einfach deutlicher zu hören sein und nicht erst später im Fernsehen oder Internet.

Setlist:

Cleansed By Fire
From The Cradle To The Grave
Scapegoat
Empty Hollow
Lament
Witches’ Judge
Straight To Hell

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