Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Wacken Open Air 2013

Mehr Sonne, weniger Bier

Einfach eine Top-Liveband: Anthrax

Zum Thema

Anthrax

Ein Viertel der Big Four steht nun auf der Bühne in Wacken: Anthrax haben das Pech im Regen spielen zu müssen, doch den Die-Hard-Fans ist das offensichtlich ziemlich schnuppe. Vom ersten Moment an bildet sich in der Schlammwüste ein großer Circle Pit, der sich auch das komplette Konzert über in veränderlicher Größe halten wird. Anthrax sind heute in schwer veränderter Formation aufgelaufen: An der Gitarre ersetzt Jonathan Donais den kürzlich ausgestiegenen Rob Caggiano und aus gesundheitlichen Gründen wird Drummer Charlie Benante von Jon Dette vertreten. Dem Liveerlebnis tut das keinen Abbruch, denn die Amerikaner sind einfach eine Top-Liveband. Da können auch der Regen und die Musikerausfälle nichts daran ändern.

Die Setlist sieht vielversprechend aus und die Musiker geben sich die größte Mühe, all die Hits möglichst authentisch gen Zuhörerschaft zu donnern. Das funktioniert auch ganz toll – Anthrax können es also immer noch. Mit Leichtigkeit dringt Fronter Joey Belladonna zu den Anhängern durch. „N.F.L.“ wird eingeleitet durch ein kurzes „Hallo“ und die obligatorische Frage ob alles ok ist. Gemeinsam wird der Refrain des Liedes geübt, bis der Sänger mit der Leistung der Zuhörer zufrieden ist. 

Die Show der Amerikaner ist tight wie immer. Ohne große Unterbrechungen zieht die Band die ersten Songs durch und nach „Deathrider“ wartet eine Überraschung auf die Zuhörer. Nachdem „In The End“ schon Dimebag und Ronnie James Dio gewidmet wurde, gibt es nun eine Huldigung an lebende Legenden. Der AC/DC-Klassiker „T.N.T“ wird ausgepackt und den jubelnden Fans um die Ohren gehauen. Natürlich wird, wie vorab gefordert, lautstark mitgesungen.

Anschließend werden der hungrigen Meute zwei weitere Kracher zum Fraß vorgeworfen – „Indians“ und „Got The Time“ kommen richtig gut an. Es ist eigentlich unglaublich, wie sich der Acker durch nur einen Regenguss wieder in eine elende Schlammwüste verwandelt. Der typische, stinkende, dünnflüssige Brei, der schwer nach einem wüsten Darminfekt aussieht, hat wieder einmal die Oberhand gewonnen und die Anhänger dieser infektiösen Religion zelebrieren wieder ihre Rituale.

Schlammschlachten sind hierbei noch die harmloseste Form der Huldigung. Eigentlich ist es ein Wunder und spricht für die Immunsysteme der Metaller, dass hier nicht längst tot geglaubte Seuchen ihre Renaissance erleben.  Zum ersten Mal versuchen sich Anthrax nach „Madhouse“ zu verabschieden. Logisch, dass die Zuhörer einen Nachschlag fordern. Den bekommen sie auch und zwar in Form von „Antisocial“. Jetzt sind alle happy und viele ganz schön schmutzig. So muss das sein.
 
Setlist:

Among The Living
Caught In A Mosh
Efilnikufesin (N.F.L.)
In The End
Deathrider
T.N.T
Indians
Got The Time
Fight Em Till You Can’t
I Am The Law
Madhouse
Antisocial

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna