Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Wacken Open Air 2013

Mehr Sonne, weniger Bier

Offenbar doch noch nicht wieder ganz fit: Lemmy

Zum Thema

Motörhead

Motörhead sind inzwischen ja fast jedes zweite Jahr in Wacken am Start. Tatsächlich spielten sie zuletzt 2011 hier, doch der diesjährige Auftritt war lange Zeit in Gefahr, da Lemmy sich bekanntlich alles andere als wohl fühlte, einen Defibrillator eingesetzt bekam und angeblich wegen seines schlechteren Gesundheitszustandes sogar mit dem Rauchen aufgehört haben soll. Eigentlich ähnlich unvorstellbar wie bei Slash, aber irgendwann muss eben sogar auch ein Lemmy seinem exzessiven Lebenswandel Tribut zollen. Wenn Motörhead mehrere Festivalgigs absagen, dann muss da wirklich etwas dahinterstecken, so viel steht fest; in jedem Fall durfte sich das Wacken Open Air nun darüber freuen, quasi einen Exklusivauftritt der Engländer zu bekommen, da allen Unkereien zum Trotz letztlich doch bestätigt wurde, dass die Band spielen wird.

Natürlich ist es wieder gut voll geworden vor der Black Stage und als Motörhead mit „I Know How To Die“ von ihrer aktuellen Langrille „The Wörld Is Yours“ loslegen, hört sich das überhaupt nicht danach an, dass Lemmy angeschlagen sei. Zwar ist der Sound zu leise (zwar differenziert, aber bei dieser Combo muss es knallen und das tut es nicht), aber das ist ja nicht die Schuld der Band und die Performance selbst ist völlig okay.

Anschließend wird mit „Damage Case“ gleich der erste Klassiker nachgeschoben – sehr geil, und mit „Stay Clean“ und „Metropolis“ folgen sofort die zwei nächsten. Höchstens bei den Ansagen merkt man, dass der Chefstratege immer noch etwas angeschlagen ist, da er noch mehr nuschelt als sonst und somit noch schwerer verständlich ist. Seinen furztrockenen Humor hat er allerdings glücklicherweise behalten – vor „Over The Top“ fordern er und Gitarrist Phil Campbell, dass die Leute laut schreien sollen, und anschließend kauderwelscht der Meister: „This next song is dedicated to all the people who made a fucking noise, and me. It’s called ’Over The Top‘!“

Insofern kommt es doch sehr abrupt, als sich Mr. Kilmister nach „The Chase Is Better Than The Catch“ seinen Rickenbacker abschnallt und die Bühne verlässt – es reicht eben doch noch nicht. Danach bestätigt ein Mitarbeiter noch einmal, dass das Konzert abgebrochen sei. Es geht wohl doch noch nicht bei Lemmy, die Hitze habe ihm wohl noch zusätzlich zu schaffen gemacht. Aber immerhin habe er es versucht und dafür gebühre ihm ein Applaus. Logisch, dass die Leute sich das nicht zweimal sagen lassen und den Motörkopf mit Sprechchören feiern – Ehrensache! Hoffen wir weiterhin, dass der Sänger/Bassist bald wieder hundertprozentig fit ist!

Setlist:

I Know How To Die
Damage Case
Stay Clean
Metropolis
Over The Top
Guitar Solo
The Chase Is Better Than The Catch

Seite
comments powered by Disqus