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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Decapitated

Nach Graveyard stehen die polnischen Decapitated auf der W.E.T. Stage, die nach dem tragischen Bus-Unglück von 2007 ja mittlerweile wieder seit ein paar Jährchen aktiv sind und die Szene im letzten Jahr mit einem überaus erfolgreichen Comeback in Form des fünften Longplayers „Carnival Is Forever“ überrascht hat. Mit der aktuellen Besetzung, die bis auf Gitarrist und Gründungsmitglied Wac?aw „Vogg“ Kie?tyka neu ist, wird so seitdem durch allerlei Clubs und Festivals getourt, um zu zeigen, dass auch die neuen Decapitated einiges auf dem Kasten haben.

Leider fällt die Songauswahl beim Wacken-Gig recht mau aus. Die Hälfte des Sets besteht aus Songs vom neuen Album und das sind nicht einmal die guten. Es gibt so viele überragende Songs auf dem neuen Album, aber genau die nicht so starken davon werden live gespielt, schade. Wenigstens „A View From A Hole“ ist ein klasse Track. Zudem ist die Setlist mit gerade mal sechs Songs an der Zahl wie auch schon bei den Vorgängern enorm kurz geraten. Bei Decapitated muss man allerdings fairerweise dazu sagen, dass die Band auch auf anderen Festivals zurzeit kein umfangreicheres Set hatte. Es haben einfach zu viele großartige Stücke aus der Banddiskografie gefehlt, um den Auftritt jetzt als besonders gelungen abzustempeln.

Dennoch muss man die Performance der Truppe würdigen. Songtechnisch lässt Vogg hier nichts anbrennen und tonnenschwere Gitarrenriffs durch das Zelt donnern, während dabei noch ordentlich die Mähne geschwungen wird. Auch Sänger Rasta zeigt sich ermuntert, ein bisschen Energie loszuwerden und so springt er sofort beim Opener „The Knife“ vor die Bühne und auf die Absperrung, wo er seine Texte direkt dem Publikum entgegenbrüllt, welches vor allem durch zahlreiche Headbanger geziert ist. Ob Rasta nun in die Band passt oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt, aber mittlerweile sollte man sich damit abgefunden haben. Zumindest ist in dem jungen Kerim Lechner ein perfekter Nachfolger für den 2007 verstorbenen Witold „Vitek“ Kie?tyka gefunden, der sich nach wie vor unglaublich ins Zeug legt und hier ein Blastbeat- und Doublebass-Feuerwerk nach dem anderen zündet. Respekt!

Setlist:

1. The Knife
2. Pest
3. Mother War
4. Post(?) Organic
5. A View From A Hole
6. Spheres Of Madness

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