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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Warbringer

Pünktlich um 12 Uhr am Freitagmorgen stehen die kalifornischen Thrasher Warbringer auf der Bühne im Zelt. Eine Uhrzeit und Bühnenposition, die der Band eigentlich gar nicht gerecht wird, dennoch schafft sie es, zu dieser frühen Stunde schon eine ganz ansehnliche Zuschauerschaft vor die Headbanger Stage zu locken, obwohl zeitgleich sogar die Kollegen von Sacred Reich auf der True Metal Stage spielen. Diese Besucher scheinen einzig und allein für Warbringer gekommen zu sein und rücken auch gleich nach dem Auftritt wieder ab und hinterlassen für die nachfolgende Band ein beinahe leeres Zelt, was schon ein Indiz dafür ist, wie fehlplatziert Warbringer auf dem Spielplan sind, da sie sich eindeutig großer Beliebtheit erfreuen.

Was soll man zu den Jungs noch großartig sagen. Es ist DIE Thrash-Metal-Combo der neuen Generation, es wird gethrasht bis zum Exzess und wieder eine gelungene Show abgeliefert. Den Anfang macht wie immer der Track „Living Weapon“, der nach wie vor einfach wie geschaffen ist für einen Opener. Schon sobald das Intro startet und die bekannten Worte „Open Fire!“ durch die Boxen gellen, sieht man rechts und links die Haare umherwirbeln. Bei der Menge an Shows (200 bis 300 im Jahr!) ist es unglaublich, wie die Jungs von Warbringer bei wirklich jeder Show so viel Energie an den Tag legen können, doch es funktioniert. Sei es das nachfolgende „Severed Reality“ oder der Band-Klassiker „Shoot To Kill“ – die Combo geht wie gewohnt äußerst dynamisch zur Sache und ist auch in der neuen Besetzung den meisten ihrer Szene-Kollegen um Längen voraus. Die Songs sitzen und das Publikum feiert, was will man mehr.

Fronter John fordert zum Circlepit auf: “Are you fucking ready Wacken?” Die Antwort ist ganz eindeutig ja, und Kennern der Band dürfte klar sein, welcher Song auf diese Ansage folgt, nämlich „Living In A Whirlwind“, der predästiniert ist für den Circlepit. Noch während der ersten Strophe hopst John kurzerhand vor die Bühne und beweist einmal mehr sein Talent als Frontmann, indem er auf den Wellenbrecher steigt und den Fans die Lyrics direkt ins Gesicht brüllt.

An dieser Stelle sei aber auch die enorm ungünstige Beschaffenheit des Zeltkonstrukts erwähnt, denn obwohl es logischerweise ein Zelt ist, regnet es pausenlos und überall rein, wodurch riesige Pfützen und Matsch entstehen, die das Moshen extrem erschweren. Und generell ist es durch das Zelt noch ekliger als auf dem restlichen Festivalgelände, denn da es reinregnet, aber dennoch überdacht ist, scheinen auch keine Sonnenstrahlen hinein. Die vielen Holzspäne auf dem Boden helfen da kaum bis gar nicht. Dennoch schaffen es die hartgesottenen Fans, trotz Regen und Matsch einen konstanten und recht anständigen Moshpit während der Warbringer-Show aufrechtzuerhalten. Zum Ende wird dann natürlich noch der Alltime-Gassenhauser „Combat Shock“ ausgepackt und John startet nochmal einen letzten Aufruf: „Wacken! This is it! Let's tear this place to the fucking ground!” Gesagt, getan.

Setlist:

1. Living Weapon
2. Severed Reality
3. Wake Up...Destroy
4. Shoot To Kill
5. Total War
6. Living In A Whirlwind
7. Combat Shock

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