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Wacken Open Air 2010

Top-Acts sorgten für grandiose Stimmung und auch das Wetter spielte diesmal insgesamt mit

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Iron Maiden

Darüber, was Iron Maiden wohl für eine Setlist spielen würden, wurde ja schon wochenlang in den Foren sowohl der Wacken-, als auch der Iron Maiden-Homepage heiß diskutiert. Klar ist: Die „normalen“ Maiden-Fans, die die Band vielleicht schon ein, zwei Mal oder vielleicht auch noch gar nicht gesehen haben, wünschten sich eher eine mit Klassikern gespickte Setlist, die Fanatiker, die das Sextett so oft es geht ansehen, wollten sicherlich lieber eine etwas ungewöhnlichere mit Stücken, die sonst nicht so häufig live zum Zuge kommen.

Und mal ganz ehrlich: Maiden warteten bereits vor zwei Jahren mit einem Klassiker-Set auf, bei dem lediglich Songs der ersten sieben Alben plus „Fear Of The Dark“ gezockt wurden, warum sollte man das nun noch mal wiederholen? Der Gig damals war ein Traum, das wird wohl jeder bestätigen, der dagewesen ist, doch wer nicht anwesend war, hat eben Pech gehabt. Heute jedenfalls spielen die eisernen Jungfrauen einen Set, der sich nicht wirklich von dem der gerade absolvierten US-Tour unterscheidet.

Man startet mit „The Wicker Man“ und „Ghost Of The Navigator“ (traumhaft!), und diese beiden Tracks zeigen auch gleich so ein bisschen die Marschroute des heutigen Abends auf. Stammen beide doch vom Bruce-Dickinson-Comeback-Album „Brave New World“ von 2000, so ist dies eine Art Fingerzeig darauf, dass die Band eher darauf bedacht ist, vor dieser Riesenkulisse in Wacken den Leuten ihr moderneres Material zu präsentieren. Tatsächlich ist „Wrathchild“ bis kurz vor Schluss der einzige Uralt-Track, ansonsten liegt das Augenmerk auf „Brave New World“, „Dance Of Death“ und „A Matter Of Life And Death“. Von ersterem gibt es noch „Blood Brothers“, das Bruce wenig überraschend dem verstorbenen Ronnie James Dio widmet, sowie den Titelsong zu hören, von „Dance Of Death“ gibt es ebenfalls den Titeltrack um die Ohren (dafür wird auf „Paschendale“ leider verzichtet), „No More Lies“ und „Wildest Dreams“ (komplett überflüssig), und von „A Matter Of Life And Death“ die starken Songs „The Reincarnation Of Benjamin Breeg“ und „These Colours Don’t Run“.

Mit „El Dorado“ wird außerdem ein Song vom neuen Album „The Final Frontier“ präsentiert; die Scheibe erscheint am Freitag, dem 13. August, was für jede andere Band, so Bruce, „bad fucking luck“ wäre. All jene, die nicht sonderlich begeistert von dem Track sind (den Verfasser reißt die Nummer auch nicht unbedingt vom Hocker), seien beruhigt: Die Engländer haben auf „The Final Frontier“ noch eine ganze Reihe wesentlich stärkerer Songs in petto.

Nach dieser für viele gewöhnungsbedürftigen Songauswahl werden gegen Ende dann aber doch noch einige Klassiker ausgepackt: Bei „Fear Of The Dark“ gehen alle Ärmchen in die Höhe und auch „Iron Maiden“, „The Number Of The Beast“ und natürlich „Hallowed Be Thy Name“ werden lauthals mitgegrölt. Mit „Running Free“, bei dem die Band vorgestellt wird, wird der Gig beschlossen.

Der Sound war super, Steve Harris und Co. spielfreudig und agil wie immer, Bruce Dickinson ist immer noch sensationell bei Stimme, und doch kam sicherlich nicht ganz die Magie wie vor zwei Jahren auf, obwohl sich Dickinson diesmal nicht mit einem Kameramann anlegte. Dennoch war es sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung von Maiden, auch mal fast ausschließlich neueres Material zu spielen und mutig, auf Standards wie „The Trooper“ und „Run To The Hills“ zu verzichten – wer will schon immer nur alte Sachen hören? Qualität bekommt man bei dieser Legende so oder so stets bei Live-Auftritten geboten.

Setlist:

The Wicker Man
Ghost Of The Navigator
Wrathchild
El Dorado
Dance Of Death
The Reincarnation Of Benjamin Breeg
These Colours Don’t Run
Blood Brothers
Wildest Dreams
No More Lies
Brave New World
Fear Of The Dark
Iron Maiden
------------------------------------
The Number Of The Beast
Hallowed Be Thy Name
Running Free

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