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Wacken Open Air 2010

Top-Acts sorgten für grandiose Stimmung und auch das Wetter spielte diesmal insgesamt mit

Das Gelände von oben <div align="right">Foto: Ralph Larmann</div>

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Fear Factory

Als einer der letzten Bands für das 21. Wacken Open Air stehen Fear Factory auf der Black Stage und knüppeln gleich zu Beginn alles ungefragt zu Schutt und Asche. Behilflich ist ihnen dabei „Mechanize“, das alles andere als Gnade kennt. Leider ist es verhältnismäßig leer vor der Bühne. Sicherlich haben sich viele schon auf den Weg Richtung Heimat gemacht, oder schlafen ihren Rausch aus, um für den Rückweg ein wenig fitter zu sein. Diejenigen Metaller, die vor Ort sind, bekommen von Fear Factory geballte Härte ins Gesicht geschleudert, die mit einer Mischung aus Death Metal mit Industrialeinflüssen Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Der Bass wummert grandios und der Sound ist bei einem seiner Höhepunkte auf dem diesjährigen Wacken Open Air angelangt. Die Stimme von Burton C. Bell reißt zwar nicht vom Hocker, wovon man jedoch nicht überrascht sein sollte, da seine stimmlichen Qualitäten live nun einmal nicht zu den besten zählen. Das interessiert hier allerdings niemanden, denn das ist bei Fear Factory nicht das entscheidende Kriterium, auf das es ankommt. Leider scheinen die Circle Pit-Verbote bei den US-Amerikanern Früchte zu tragen, denn es ist beängstigend ruhig vor der Bühne, ganz anders, als man es von den Fans gewohnt ist. Bis zum dritten Song scheint sich gar nichts zu regen. Erst später wird ein wenig gemosht und man kann sich in kleinen Circle Pits wieder finden. Der einsetzende Regen wird desinteressiert ignoriert. Dafür wird „Acres Of Skin“ umso größere Beachtung geschenkt, ganz zu schweigen von „Powershifter“ vom aktuellen Album „Mechanize“, das einen am liebsten in der Luft auseinander zu nehmen scheint. Wen es jetzt noch still auf seinen Beinen hält, hat eindeutig ein paar Bier zu viel getrunken und droht bei Bewegung umzukippen. Anders ist starres Umherstehen bei solcher geballten und fiesen Aggression nicht zu erklären. Ebenso gnadenlos geht es weiter: „Fear Campaign“ haut genauso erbarmungslos rein wie die Songs zuvor.

Für die Metalheads scheint Fear Factory jedoch nicht „true“ genug zu sein und die Core-Fans scheinen vom Erdboden verschluckt. Vor wenigen Wochen haben Fear Factory das Zelt auf dem Graspop Metal Meeting auseinander genommen und heute muss man die Stecknadel im Misthaufen suchen. Auch wenn der Jubel groß ist, scheint die versoffene Trägheit zu überwiegen. Doch auch ein so starker Auftritt wie der von Fear Factory neigt sich gemeinsam mit dem Wacken Open Air dem Ende zu. Passend dazu weint der Himmel zum ersten Mal an diesem grandiosen Wochenende, an dem Petrus mal wieder seine Liebe zu den Metallern gezeigt hat. Mit „Replica“ wird ein letztes Mal das Schlagzeug heftig malträtiert und der Schmutz der letzten Tage im Gehörgang durch den Bass noch etwas tiefer in Richtung Gehirn gepresst.

Setlist:

Mechanize
Shock
Edgecrusher
Acres Of Skin
Linchpin
Powershifter
Fear Campaign
Martyr
Demanufacture
Self Bias Resistor
Zero Signal
Replica

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