Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Wacken Open Air 2010

Top-Acts sorgten für grandiose Stimmung und auch das Wetter spielte diesmal insgesamt mit

Sonnenuntergang in Wacken <div align="right">Foto: Dirk Illing</div>

Zum Thema

Immortal

Die Sonne ist bereits untergegangen, die letzten Stunden des WOA 2010 brechen an und in der Finsternis kommen so einige Gestalten aus ihren Verstecken, so wie die kürzlich wieder erstarkten Immortal und zigtausend ihrer Anhänger. Die Vorfreude ist enorm und findet ihren vorläufigen Höhepunkt, als der Bullenkopf zwischen den Hauptbühnen entflammt wird, wie es in Wacken Tradition hat.

Abbath und Co. lassen natürlich nicht lange auf sich warten und nach orchestralem Vorspiel, das den epischen Ausmaßen eines Immortal-Auftritts gerecht wird, geht es auch schon mit dem Titeltrack des aktuellen Musikguts „All Shall Fall“ aus dem Hause der norwegischen Legenden los. Unterstützt von einer bombastischen Lichtshow feiern die drei Herren in voller Montur samt obligatorischem Corpsepaint ihre weit über die Grenzen des kalten Nordens geliebte Performance ab. Dabei lassen sie kein Klischee aus, das sie sich über ihre langjährige, fast schon mythische Bandgeschichte hart erarbeitet haben und die Fans, von denen sich einige auch ihr Corpsepaint aufgelegt und sich in Schale geworfen haben, sind natürlich völlig aus dem Häuschen. Trotz allem Augenzwinkern und Schmunzeln muss aber gesagt sein, es wirkt. Die Show, die Aufmachung und die Ansagen von Abbath passen einfach perfekt zur Musik, und die ist bei den Norwegern bekanntermaßen über jeden Zweifel erhaben.

Auch wenn mit „Sons Of Northern Darkness“, „The Rise Of Darkness“, „Damned In Black“, „Hordes Of War“ und „Norden On Fire“ fast ausschließlich neuere Songs gespielt werden, ist die Menge begeistert und es gibt grimme Hails zu jedem Song, wobei eine einzigartige Atmosphäre entsteht. Man möchte förmlich auf den nächsten Berg klettern und mit den Raben krächzen. Gerade dass die Band sich selbst nicht so ernst nimmt, lässt sie so sympathisch erscheinen, denn eigentlich geht es doch allen Metalheads in erster Linie um den Spaß an der Musik, und den gibt es bei Immortal mit voller Breitseite. Dass sich Abbath seinen berühmten Krebsgang bis zum Schluss aufbewahrt ist klar, und dass die Fans in Jubelstürme ausbrechen und ihrerseits zahlreiche Krebsgänge zelebrieren auch. Als der Mann mit der Panda-Schminke dann noch einen drauf setzt, zur Kamera kommt und einen jetzt schon legendären grimmen Blick aus seinem Repertoire zum Besten gibt, gibt es kein Halten mehr. Der einzige ältere Song „Withstand The Fall Of Time“ leitet dann noch einmal letzte Begeisterungsstürme ein, die während  „Beyond The North Waves“ und dem Finale „One By One“ noch anhalten.

Trotz eines Sets fast ganz ohne alte Klassiker, vermutlich als Kontrast zur 2007er Show, welche jüngst auf DVD erschienen ist, gedacht, gab es keine Beschwerden oder gar enttäuschte Gesichter. Allenfalls ein „Schade“ hier und dort für den einen oder anderen Song war zu hören, aber begeistert waren sie trotzdem alle von einem weiteren, überragenden Auftritt dieses wirklich großartigem W:O:A 2010.

Setlist:

All Shall Fall
Sons Of Northern Darkness
The Rise Of Darkness
Damned In Black
Hordes To War
Norden On Fire
Withstand The Fall Of Time
Beyond The North Waves
One By One

Seite
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“