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Wacken Open Air 2010

Top-Acts sorgten für grandiose Stimmung und auch das Wetter spielte diesmal insgesamt mit

Mächtig: Immortal

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Edguy

Eine Menschentraube, die beinahe bis zum Einlass reicht, hat sich gebildet als Tobias Sammet und seine Jungs von Edguy um 20.45 Uhr die True Metal Stage, begleitet von Klatschen, Pfiffen und Schreien, betreten. Gleich das erste Stück „Dead Or Rock“ vom Album „Tinnitus Sanctus“ sorgt für richtig Stimmung im Publikum. Überall kann man Haare kreisen sehen und es staubt bedenklich vor der Bühne. Mit „Speedhoven“ lassen die Hessen gleich den zweiten Titel des aktuellen Albums vom Stapel. Die Band präsentiert sich in absoluter Hochform. Bassist Tobias Exxel sowie die Gitarristen Jens Ludwig und Dirk Sauer posen, was das Zeug hält und ernten die entsprechenden Reaktionen direkt vom Acker. Die Menge staubt sich fröhlich hüpfend und mitgrölend weiter ein und beweist ein weiteres Mal, dass die WOA-Crowd das begeisterungsfähigste Publikum der Welt ist. Bei „Tears Of A Mandrake“ können viele der anwesenden den kompletten Text auswendig. Immer wenn die Kamera über das Infield schwenkt, kann man Menschen mitsingen sehen.

Während sich die Sonne langsam dem Horizont nähert, stimmen Edguy die „Vain Glory Opera“ an. Die sich ausbreitende Stimmung, verursacht durch die Synthietrompeten im Intro, dürfte bei so manchem für Gänsehaut sorgen. Mit „Lavatory Love Machine“ arbeiten sich die Mannen aus Fulda langsam zum ersten Singlehit in Deutschland vor. Der Titel vom Album „Hellfire Club“ geht gut nach vorne und wird regelrecht aufgesaugt. Schade ist, dass die Lichtanlage, die mit Sicherheit eine der schönsten ist, die je gebaut worden ist, leider durch die noch scheinende Sonne gar nicht zur Geltung kommt. Um den Reigen der chartplatzierten Songs gleich zu erweitern, folgt direkt im Anschluss „Superheroes“ vom Album „Rocket Ride“, der sich ganze neun Wochen hielt und Platz 29 erreichte. Zu diesem Stück wurde übrigens 2005 auch ein Video gedreht in dem die Band auf „Hasen“-Jagd geht. Auch hier beweist der heute nur durchschnittlich redefreudige Herr Sammet wieder, wie weit er seine Stimme treiben kann.

Einer absoluten Vollbremsung kommt das folgende „Save Me“ gleich. Der Sinn der Ballade stellt sich aber sofort dar: Die Zuhörer werden aufgefordert, den Chorustext zu übernehmen, was diese auch großartig erfüllen und die geballte Stimmgewalt übertönt stellenweise beinahe die riesig dimensionierte Audioanlage. Deutlich schneller geht es dann mit „Sacrifice“ weiter. Erneut ziehen dichte Staubwolken vor der Bühne auf, in denen sich die untergehende Sonne bricht. Die veranschlagte Stunde Konzertdauer ist nun beinahe verstrichen und somit bleibt nur noch Zeit für den letzten Akt, und der kann nun mal nur „King Of Fools“ lauten. Schon beim allerersten Ton des Intros schreit die Menge laut auf und beruhigt sich die nächsten knapp fünf Minuten erst gar nicht mehr.
Noch ziemlich lange, nachdem der letzte Ton verklungen ist und die Musiker sich verabschiedet haben, klatschen die Zuschauer noch Beifall und entfernen sich nur sehr zögerlich von der Bühne.

Setlist:

Dead Or Rock
Speedhoven
Tears Of A Mandrake
Vain Glory Opera
Lavatory Love Machine
Superheroes
Save Me
Sacrifice
King Of Fools

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