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Wacken Open Air 2010

Top-Acts sorgten für grandiose Stimmung und auch das Wetter spielte diesmal insgesamt mit

Stärker als beim With Full Force: Slayer

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Grave Digger

Es gilt einen 30. Geburtstag zu feiern. Viele, wirklich viele Gäste sind dazu erschienen. Das komplette Gelände, von dem man auch nur irgendwie auf die True Metal Stage oder die Leinwände blicken kann, ist dicht besiedelt. Im Vorfeld war bekannt geworden, dass der Jubilar, also die Band Grave Digger, so manches an Geschenken mitbringen wird. Und so ist es auch. Das Intro der CD „Tunes Of War“, „The Brave“. läuft an, doch wer denkt, dieses kommt vom Band, der irrt kläglich. Nach und nach füllt sich die Bühne mit Dudelsackspielern, bis etwa 15 Mann gemeinsam „Scotland The Brave“ spielen. Die erste Überraschung dieses Gigs ist gelungen.

Gebannt starren alle nach vorne. Mit so einem Auftakt hat wohl kaum einer gerechnet. Etwas unkoordiniert wirkt dann aber der Abzug der Blasmusiker und der gleichzeitige Auftritt der Protagonisten. Ohne große Ansage beginnen die inzwischen fünf Gladbecker mit „Scotland United“. Unter großem Jubel begrüßt Chris Boltendahl die erschienenen und erklärt, dass zum Jubiläumsanlass das komplette „Tunes of War“-Album gespielt wird. Mit „The Dark Of The Sun“ schmettert sogleich auch schon der nächste Titel aus der Beschallungsanlage. Schlag auf Schlag folgen „William Wallace (Braveheart)“, „The Bruce (The Lion King)“ und „The Battle Of Flodden“. Frontmann Chris steht in Kriegsbemalung und Kilt auf der Bühne und unterstreicht damit ungemein die fast schon mystische Stimmung, die sich aufbaut. Für „The Ballad Of Mary (Queen Of Scots)“ hat sich die Band eine weibliche Gastsängerin eingeladen. Und diese ist keine geringere als Ex-Warlock-Frontröhre und inzwischen erfolgreiche Solokünstlerin Doro Pesch. Im Duett vorgetragen, breitet sich der Song wie ein eiskalter Wind von Zuschauerreihe zu Zuschauerreihe aus. Entsprechend frenetisch fällt der Jubel nach dieser mentalen Geisterbahnfahrt aus. Doro wird gefeiert, als hätte sie ein eigenes Konzert gegeben.

Die Titel „The Truth“, „Cry For Freedom“ und „Killing Time“ geben dann wieder richtig Gas und bei letztgenanntem sieht man auch ganz schön viele Matten kreisen. Der wohl bekannteste Titel des „Tunes Of War“-Albums steht nun an und Chris lüftet ein Geheimnis. Die Backgroundsänger, die sich schon die ganze Zeit mit auf der Bühne tummeln, sind die A-Capella-Metaller von Van Canto. Gemeinsam zelebrieren die beiden Bands den Schlachtruf „Rebellion“. Da es inzwischen zu dunkel ist, kann man die mit Sicherheit wieder aufziehende Staubwolke nicht sehen. Die Menge hüpft sich jedenfalls warm und das Lied endet mit einer Art blutigem Siegesschrei des Publikums. Die Lieder „Culloden Muir“ und das Outro „The Fall Of The Brave“ schließen den Tonträger „Tunes Of War“ ab und somit haben Grave Digger tatsächlich das komplette Album gespielt. Etwas Zeit bleibt, und die wird sinnvoll genutzt. Mit „ Ballad Of A Hangman“ wird der Meute der nächste Killer um die Ohren geblasen. „Excalibur“ und das obligatorische „Heavy Metal Breakdown“ ergänzen den Set noch. Grave Digger sind immer ein Garant für eine gute Liveshow, doch diese ist einmalig. Band und Fans verabschieden sich langsam und machen Platz für den nächsten Act.

Setlist:

The Brave
Scotland United
The Dark Of The Sun
William Wallace (Braveheart)
The Bruce (The Lion King)
The Battle Of Flodden
The Ballad Of Mary (Queen Of Scots)
The Truth
Cry For Freedom (James The VI)
Killing Time
Rebellion (The Clans Are Marching)
Culloden Muir
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Ballad Of A Hangman
Excalibur
Heavy Metal Breakdown

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