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Völkerball, Herren im Konzert (Leipzig, Mai 2016)

Völkerball entflammen Leipzig

Mittlerweile gibt es ja Rammstein-Coverbands wie Sand am Meer. Eine der mittlerweile bekanntesten sind die vor acht Jahren gegründeten Völkerball, welche das zweite musikalische Ich von Heldmaschine darstellen, auch wenn sich die personellen Überschneidungen nicht auf die komplette Formation beziehen. Ihren Tribut erbringen sie im gut gefüllten Hellraiser in Leipzig, wobei man aufgrund der geringen Deckenhöhe schon fast davon ausgehen kann, dass hier nicht alle Pyroelemente zum Tragen kommen.

Herren

Den Startschuss in den Abend setzen allerdings Herren aus Dessau, die mit dem selbstbetitelten ersten Song noch für einige Fragezeichen in den Augen der Zuschauer sorgen, immerhin ist wohl der größte Teil gekommen, um sich an einigen Coverversionen zu laben. Da sich allerdings zügig herausstellt, dass das Quintett ebenfalls kräftig in die NDH-Kerbe schlägt, zeigt man sich auch gern offen für neues Liedgut. So wird das nachfolgende „Lauf weg“ nicht etwa als Aufforderung begriffen, sondern sich zunehmend auf die Band eingelassen.

Als Frontmann Christian „Schmied des Teufels“ auch noch im „blutverschmierten“ Arztkittel interpretiert, scheint das Eis komplett gebrochen. Auf die Textsicherheit des Publikums kann man zwar mitnichten setzen, aber immerhin fordern die Brachialklänge ein gefälliges Kopfnicken heraus, welches nach jedem Titel von einem anständigen Applaus abgelöst wird. „Feuer“ stellt sich als recht eingängiger Titel dar, so wird hier auch nicht erst bis zum Ende des Songs gewartet, sondern direkt auch mal mittendrin mitgeklatscht. Zugegebenerweise bedarf es immer mal wieder der Motivation des Fronters, um etwas Stimmung zu machen, aber immerhin wird ihm bereitwillig gefolgt.

Mit „Meine Lust“ dürfte wohl für viele der Zuschauer der Höhepunkt des Konzerts gekommen sein, immerhin erzeugen Saitenfraktion und Schlagzeug eine ordentliche Wucht, die das NDH-Herz direkt höher schlagen lässt. Zudem wird der Song auch noch visuell von Messer und Fleischerschürze mit dem obligatorischen Kunstblut unterstützt, wo man sich durchaus schon an den Szeneriesen erinnert fühlt. Nun also endgültig warm geworden, wird das Publikum von Christian allerdings schnell wieder ausgebremst, denn mit „Liebe mich“ wird nun ein ruhiger Titel angekündigt. Dabei handelt es sich um eine recht kraftvolle Ballade, die nicht nur Feuerzeuge zum Erleuchten bringt, sondern ebenfalls noch Platz zum Mitklatschen bietet.

Damit geht es aber auch schon straff auf das Ende zu, nachdem man mit „Traumzeit“ die Zuschauer wieder aufmuntert, werden die letzten zwei Titel angekündigt. „Herzlos“ und „Engel weinen“ folgen, wobei bei letzterem Gastsängerin Nadja einen wirklich guten Part als Engel abliefert. Damit endet eine solide Leistung von Herren, die sicher auch ein paar neue Fans in Leipzig gefunden haben.

Setlist:

Herren
Lauf weg
Schmied des Teufels
Wach
Feuer
Meine Lust
Liebe mich
Traumzeit
Herzlos
Engel weinen

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