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Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

Spiker stellen sich nun auch im Pott vor

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Da nullt der Erazor-Fredi mit einer drei davor und feiert das mal gebührlich – was will man da noch meckern. Und nicht nur mir seiner Kapelle Erazor rockt er diesen Abend im sehr gut gefüllten Don't Panic, sondern die noch recht jungen Spiker sowie die aus Slowenien angereisten Vigilance lärmen im Geburtstagsrausch mit reiner Konzertattitüde – hier werden Ohren durch- und nicht Kerzen ausgeblasen. Glückwunsch zu einem gelungenen Abend, auch wenn der Sound nicht wirklich prall ist und wie übersteuert ein wenig am Hörnerv nagt. Zumindest können dann die meisten auch die Nacht zum Tage machen, beschert doch der Reformationstag ab Mitternacht eben einen bundesweiten Feiertag.

Spiker

Wenn man nicht wüsste, dass die Jungs von Spiker hier aus dem Pott kommen, so könnte man auch an ein kauziges Überbleibsel aus DDR-Zeiten denken. Dabei wird hier auch ein wenig die Bastardisierung der lokalen Szene deutlich, denn Klampfer Max ist auch bei Erazer aktiv, Bassist Otte sitzt auch hinter den Kesseln von Antagonist, Witches Steel und neuerdings ebenfalls auch bei Erazor und auch der Typ an der zweiten Gitarre, Hobie, dürfte vielen noch von seinem Eure Erben-Engagement her bekannt sein.
Und wenn es schon einmal etwas zum Feiern gibt, dann kann man sich beim zweiten Auftritt der Karriere gleich auch mit einklinken und den Abend zur Releaseshow der brandneuen Demo-EP „SADM“ umfunktionieren – blöd nur, dass ein Merchschild alle Kaufwilligen in die obere Etage lockt und dann doch dort auch nichts – wie auch von den anderen beiden Truppen - zu erstehen ist.

Geboten wird durch den Gesang leicht punkgetränkter Hard Rock/Heavy Metal teutonischer Prägung und nicht umsonst covern die Jungspunde mit „Alles zu spät“ dann auch noch eine Nummer der deutschen Hard Rocker Booster vom Anfang der Achtziger – hoffentlich wird deren zweiten Full-Length-Scheibchen „Mißerfolg“ hier nicht zu einem bösen Omen.

Dass die Fünfe auch ein bisschen altbacken dazu klingen, das bringt die Mucke halt mit, dennoch hat sich dicht gedrängt ein partywilliges Völkchen vorne versammelt und feiert schon recht wild mit – Freunde müssen halt unterstützt werden. Und so hagelt es nicht nur ordentlichen Applaus, sondern auch die eine oder andere Powerfaust und nicht wenige in den ersten Reihen sind sogar textsicher bei der Stange. „Nächsten Song könnte man als okkult bezeichnen“, wirft Frontmann Julian vor „Der Sensenmann“ ein, kurz vor Schluss muss er noch einräumen, dass sie die Tapes schlichtweg zuhause haben stehen lassen und von Caro errettet wurden, die schnell noch nach Hause düste, um die Dinger zu holen. An der guten Stimmung kratzt das allerdings nicht, vielmehr schwillt der Applaus zum Ende nochmals hörbar an, die Pottpremiere der Pottrocker Spiker ist somit gelungen.

Setlist:

Der Straßenblitz
Teufelskreis
Kiste Bier
Der Sensenmann
Ich will frei sein
Saufen An Der Meile
Alles zu spät (Booster-Cover)

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“