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Vader, Aborted, Bonded By Blood im Konzert (Essen, Januar 2013)

Voll Hütte, (t)volle Fans – ein brutaler Abriss

Vader bieten fast nur "alte Kamellen"

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Vader

Nach diesem Aborted-Auftritt (besser Abriss) steht fest: Vader müssen sich gehörig den Allerwertesten aufreißen, um hier nicht nach Punkten ins Hintertreffen zu geraten. Da passt natürlich, dass schon im Vorfeld die Setlist publik gemacht wurde, sodass die Fans eigentlich genügend Vorbereitungszeit hatten, um sich das im Fokus stehende „Black To The Blind“ auch noch ausführlich reinzuziehen.

Bemerkenswert aber ist eine kleine Truppe an Fans rechts vor der Bühne, die sich neben einigen „Bukkake“- und „Slayer“-Sprechchören eher dadurch in den Vordergrund schieben, dass sie nicht nur kurzerhand mit Popmusikwissen glänzen, sondern kurz davor stehen, einen „Helene Fischer“-Fanclub zu gründen – das Ganze bei passender Vader-Intromusik. So schön kann also auch der gemeine Metaller den sonst so argen „Death-Metal-Tellerrand“ verhohnepiepeln.

Und als wenn die Polen diese Worte gehört hätten, legen sie sich volle Möhre ins Zeug, schreddern in nahezu perfekter Manier durch die Partituren, lassen aber dann doch eines vermissen: Esprit, alles vielleicht ein Spur zu routiniert, denn da wo Aborted einfach nur aus dem Bauch her angerissen (nein, nicht geschissen; Anm. d Red.) haben, da kommen Vader ein bisschen kopflastiger vor.

Dabei sind die Fans auch hier voll auf Death-Metal-Party eingestimmt, immer wieder branden Vader-Sprechchöre auf, und wer eine etwas erhöhte Position im Turock hat, kann bei „Heading For Internal Darkness“ gleich auf ein ganzes Mattenmeer blicken, wenn drei Viertel der Anwesenden im wogenden Takt die Matten durch die Luft wirbeln. Mit dem lautstark umjubelten „Dark Age“ reichen Vader sogar bis zum Debüt „The Ultimate Incantation“ zurück. Doch während sich bei Aborted die Crowdsurfer immer wieder wuchtig in die Massen schleuderten, so ist bei Vader eher gepflegtes Headbangen abgesagt, aber auch das mit Tendenz nach unten, je länger die Show dauert.

Den größten Pluspunkt können Vader dann aber mit ihrer Zugabe einheimsen, als sie eine fies-doomige „Black Sabbath“-Version im Vader-Stil einbauen. Und als Drummer James Stewart einige charakteristische Drumschläge einbaut, da fliegt der Cent schon arg lange gen Boden, bis die Fans überhaupt auf den Trichter kommen, dass sie nun noch mit einem fetten „Raining Blood“ verabschiedet werden. An Aborted aber kommen Vader an diesem Abend dann doch nicht vorbei.

Setlist:

Sothis
The Wrath
Fractal Light
Heading For Internal Darkness
The Innermost Ambience
Carnal
True Names
Beast Raping
Return To The Morbid Reich
Revelation Of Black Moses
Foetus God
The Red Passage
Distant Dream
Come And See My Sacrifice
Black To The Blind
Dark Age
Vision And The Voice
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Black Sabbath (Black Sabbath-Cover)
Raining Blood (Slayer-Cover)
Outro: Imperial March (Star Wars)

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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen