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Uli Jon Roth & Crystal Breed im Konzert (Dortmund, September 2015)

Scorpions Revisited Tour 2015

Niklas heute mit doppelter Rolle

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Für die erste Überraschung des Abends sind erst einmal die Konzertgäste gut, denn viele stehen verblüfft vor dem FZW und sind davon ausgegangen, dass Uli Jon Roth & Co in der großen Halle spielen werden. Na, so viele werden es dann heute aber nicht, gut 150 haben sich an diesem Donnerstagabend hier eingefunden und dürfen die wesentlich intimere Atmosphäre der kleinen Halle aufsaugen. Als Opener sind

Crystal Breed

aus Hannover am Start, was insofern doch als probates Mittel durchgeht, gehören doch Keyboarder und Sänger Corvin sowie Sänger und Gitarrist Niklas auch zur Uli-Jon-Roth-Truppe – zwei Fliegen mit einer Klappe halt.

Das Publikum braucht erst einmal ein ganzes Weilchen, um mit dem Sound der Band zurecht zu kommen, zumal das Quartett nicht gerade die partytauglichste Musik zelebriert – verkopfte Musik mit viel Gefühl, perfekt dargeboten, dürfte da die wohl beste Bezeichnung sein. Dazu kommt auch noch, dass die beiden ersten Songs „Brain Train“ und auch „Barrier Of Ignorance“ komplett neu sind und so per se dem Gros der Anwesenden völlig unbekannt sein dürften. „Guten Abend, wir sind Crystal Breed aus dem nicht fernen Hannover“, stellt Niklas höflich die Band vor und bringt auch die Freude zum Ausdruck, hier auf dieser Tour als Support überhaupt dabei zu sein.

Die Ansagen sind ein wenig trocken, so gar nicht dem Geschmack der äußerst prog-frickeligen Musik angepasst, da wundert es auch noch zu früher Zeit kaum, dass niemand beim eingeforderten Mitklatschen einsteigt und alle lieber erst einmal das Geschehen auf der Bühne beäugen. „Zurück zu alten Songs“, lässt Niklas den Blick auf die eigene Bandvergangenheit frei, denn ab nun stehen nur noch Songs der 2011er Debütscheibe „The Place Unknown“ an, und irgendwie scheint so langsam auch das Eis beim Dortmunder Publikum gebrochen, denn der Applaus wird herzhafter, das Feedback prägnanter, nur der eine Typ, der in einer Songpause meint, nachfragen zu müssen, wann denn der Uli spiele, setzt sich in die Nesseln, wobei Niklas schon fast zu schüchtern mit einem „der ist noch im Hotel und kommt gleich“ kontert, dabei dürfte er bei der sehr guten Leistung auch verbal mehr auf die Kacke hauen.

„Die Band ist doch richtig geil, Applaus dafür“, ruft ein Konzertgänger leicht angeheitert noch vor „Words Of Silence“ in die Runde und erntet nicht nur eine gehörige Portion zustimmendes Lachen, sondern auch den der Band gebührenden Applaus, die sich anschließend mit dem eben erwähnten Song verabschiedet. Die neu gewonnenen Fans fordern sogar noch eine Zugabe, die allerdings unerfüllt bleibt.

Setlist:

Brain Train
Barrier Of Ignorance
Floating On Waves
The Place Unknown
Words Of Silence

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