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U.D.O., Anvil und Palace im Konzert (Köln, März 2016)

Abschied ohne Wehmut bei gelungener Vergangenheitsbewältigung

U.D.O. will nicht von der Bühne abtreten, aber mit dieser Tour zum letzten Male alte Accept-Klassiker vortragen – da mischt sich doch ein bisschen Wehmut unter die Partyfreuden. Abgerundet wird der Abend dann durch die ebenfalls als Szeneoriginale durchgehenden Anvil sowie die Old-School-Metaller Palace.

Palace

Vor fast genau einem Jahr waren die aus Speyer angereisten Rheinlandpfälzer Palace hier schon als Support von Lordi vor Ort, auf dieser Tour dürften sie sich mit ihrem Old-School-Metal-Programm aber deutlich wohler fühlen, sprechen sie doch weitestgehend die gleichen Fangruppen wie der Headliner an. Und wie schon vor gut einem Jahr haben die meisten der Anwesenden diese Truppe, die nun auch schon seit 26 Jahren aktiv ist und immerhin sieben Studioalben veröffentlichte, eben nicht auf dem Schirm, ansonsten könnte man sich solche Aussagen wie „was, die gibt es schon so lange? Nie gehört“ nicht erklären.

Frisch und frei von der Leber weg wird dann auch vornweg das aktuelle Album „The 7th Steel“ vorgestellt, Frontmann Harald ist von Anfang an auf Einheizen eingestellt und fragt vor „Between Heaven & Hell“ gleich zweimal ab, ob denn alle noch mehr Heavy Metal hören wollen. Ist das Publikum anfangs noch deutlich reserviert, so taut das Eis langsam auf, spätestens zu „Dark Prophecies“ dürfen sich die Süddeutschen über ein paar Dutzend mitklatschende Unterstützung freuen, was bei der vollen Halle noch immer nicht der ganz große Abriss ist, sich aber als Support vor dem Support recht ordentlich anlässt. Die „Oh yeah“-Spiele sind hier zwar ein wenig überzogen, Harald weiß aber noch mit einem „Köln, da geht noch mehr“ die Grenze ganz gut auszuloten.

Wird während bei „The Healer“ dann lieber wieder in die klatschenden Hände gespuckt, so powerfisten gut 50 Fans zum Rausschmeißer „Machine Evolution“ - ordentliche Vorstellung, ganz sicher auch ein paar Fans mehr hinzugewonnen. War vielleicht auch nicht schlecht, die Setlist immer mehr auf Old-School-Ohren abzustimmen und in der eigenen Discographie bis ins Jahr 2003 abzutauchen.

Setlist:

Rot In Hell
Iron Horde
Between Heaven & Hell
Dark Prophecies
The Healer
Machine Evolution

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